Seismologie: Gewitter machen geologische Schwachstellen sichtbar
25. August 2026 · 4 Min.
Gewitterdonner erzeugen seismische Wellen, die über unterirdische Glasfaserkabel mit Lasersensorik messbar sind und so geologische Schwachstellen kartiert werden können.
Ein Forschungsteam zeigt, dass Donnerschläge (sogenannte "Thunderquakes") seismische Signale im Gestein erzeugen, die sich mit Distributed Acoustic Sensing (DAS) auf bereits verlegten Glasfaserkabeln nachweisen lassen. In einem zweijährigen Versuch auf einem Universitätscampus wurden hunderte Ereignisse registriert und zu Karten verarbeitet, die schwächere und stabilere Bereiche des Untergrunds zeigen. Die Methode könnte kostengünstiger und einfacher sein als konventionelle seismische Tests, benötigt aber bessere Erfassungstechnik und Datenverarbeitung.
Zahlen & Fakten
40 Milliarden
Anzahl einzelner Messpunkte, die im Laufe der Messungen zusammenkamen
5 Kilometer
Länge der verwendeten Glasfaserleitung auf dem Unicampus
2 Jahre
Dauer der kontinuierlichen Messung mit Lasersensoren
Weitere 2 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
458
Anzahl beobachteter Donnerbeben während des Versuchszeitraums
20 Jahre
Alter des verwendeten Glasfaserkabels laut Bericht (limitiert die Erfassungsqualität)
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• ArtikelScience Advances (Artikel eines US-Teams zur Nutzung von Gewittern für seismische Messungen)
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