Forschung aktuell – Deutschlandfunk
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Sparsam und umweltfreundlich: Meerwasserentsalzung in der Tiefe

3. Juli 2026 · 5 Min.

Eine neue Idee verlagert Umkehrosmose-Anlagen in 400–600 Meter Tiefe, um den vorhandenen Wasserdruck zur Entsalzung zu nutzen und so Energiebedarf, Fouling und direkte Sole-Einleitung zu verringern.

Wasserknappheit im Mittelmeerraum treibt den Ausbau von Meerwasserentsalzung voran. Konventionelle Umkehrosmose benötigt hohe Drücke, viel Vorreinigung und führt zu konzentrierter Sole, die ökologisch problematisch entsorgt werden muss. Eine norwegische Firma testet deshalb Umkehrosmose-Module auf dem Meeresboden (400–600 m), die den hydrostatischen Druck nutzen, weniger Energie verbrauchen und weniger Fouling aufweisen. Technisch bleiben aber Wartung und Zugänglichkeit große Herausforderungen.

Themen & Erkenntnisse

Wasserknappheit im Mittelmeerraum und Bedeutung der Entsalzung · ab 00:46
Konventionelle Umkehrosmose: Verfahren und Probleme · ab 01:28
Tiefsee-Ansatz von Flotion: Prinzip, Vorteile und technische Daten · ab 02:40
Herausforderungen: Wartung, Reparatur und Praxistest · ab 03:47

Wer spricht

H
Hans KretschmerHOST

Reporter beim Deutschlandfunk (Forschung aktuell), der die Baustelle in Köln-Nil besucht hat, die Reportage recherchierte und die Aufnahme spricht; in den Shownotes als Autor genannt und als Sprecher des Beitrags erkennbar.

Alle Auftritte von Hans Kretschmer →
A
Alex FulesongGAST

Gründer der Firma Flotion, einem norwegischen Unternehmen. In der Folge beschreibt er das Konzept einer auf dem Meeresboden platzierten Umkehrosmose-Anlage, nennt Modulgröße, Nutzung des Drucks in 400–600 Metern Tiefe, erwartete Produktionsraten und vermutete Vorteile gegenüber konventionellen Anlagen.

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