Gepulste Magnetfelder können laut Dr. Thomas Hermannsdörfer in Zellexperimenten geschädigte Motoneuronenfunktionen bei ALS zurücksetzen und zeigen eine wiederholbare Wirkdauer von etwa einer Woche.
Im Gespräch mit Wieland Mikulajczyk erläutert Dr. Thomas Hermannsdörfer vom Helmholtz‑Zentrum Dresden‑Rossendorf, wie gepulste Magnetfelder in Zellkulturen Motoneuronen reparative Prozesse (z. B. Mitochondrientransport, axonales Wachstum, DNA‑Reparatur) anregen. Die Effekte treten nach etwa 1–2 Tagen ein und halten ungefähr 8 Tage, sodass wöchentliche Behandlungssitzungen möglich erscheinen. Klinische Studien am Menschen stehen noch aus; regulatorische Hürden und Sicherheitstests sind notwendig, bevor Therapien eingesetzt werden können.
Themen & Erkenntnisse
Wer spricht
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Wieland Mikulajczyk ist Moderator des Podcasts ‚Forschungsquartett‘ und führt in dieser Folge durch das Interviewformat. Er leitet das Gespräch, stellt Fragen zu Citizen Science und den Leipziger Pflastergeschichten und moderiert die Einordnung der Forschung für ein breiteres Publikum.
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Physiker am Helmholtz‑Zentrum Dresden‑Rossendorf, arbeitet interdisziplinär an magnetfeldgestützten Therapieverfahren zur Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen wie ALS; erläutert im Interview Mechanismen gepulster Magnetfelder, Laborbefunde an humanen Motoneuronen und notwendige Schritte bis zu Humanstudien.
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