Kernfusion: Der Durchbruch kommt – der Strom noch lange nicht! Prof. Kirchlechner
16. August 2026 · 42 Min.
Professor Christoph Kirchlechner: Kernfusion hat langfristig großes Potenzial für sichere, planbare Energie, wird aber bis 2045 keinen substanziellen Beitrag zur deutschen Energieversorgung leisten; Demonstrationskraftwerke sind Ende der 2030er Jahre möglich, kommerzielle Nutzung deutlich später.
In der Folge ordnet Christoph Kirchlechner den aktuellen Hype um Kernfusion ein: Zwar gibt es echte wissenschaftliche Fortschritte, doch technologisch, materiell und regulatorisch bleiben große Hürden. Er erwartet den wissenschaftlichen Nachweis der Machbarkeit bis etwa 2040–2045, sieht aber keinen massenhaften Rollout in Deutschland bis 2045. Fusion ergänzt erneuerbare, dezentrale Systeme, ersetzt sie aber nicht; wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit hängt von langfristiger Verfügbarkeit, Materialbeständigkeit und Auslastung ab.
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Wer spricht
CChristoph KirchlechnerGAST
Materialwissenschaftler und Leiter des Programms Fusion am Karlsruhe Institute of Technology (KIT). Er koordiniert und führt die Fusionsforschung am KIT an und konzentriert sich auf Materialwissenschaft unter extremen Bedingungen, insbesondere auf die Entwicklung von Werkstoffen für Fusionsreaktoren und die Bewältigung von Tritium-Kreislaufprozessen. Kirchlechner ist spezialisiert auf Materialdegradation unter Neutronenbeschuss.
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