Geladen – der Batteriepodcast
Geladen – der Batteriepodcast
Geladen – der Batteriepodcast

Kernfusion: Der Durchbruch kommt – der Strom noch lange nicht! Prof. Kirchlechner

16. August 2026 · 42 Min.

Professor Christoph Kirchlechner: Kernfusion hat langfristig großes Potenzial für sichere, planbare Energie, wird aber bis 2045 keinen substanziellen Beitrag zur deutschen Energieversorgung leisten; Demonstrationskraftwerke sind Ende der 2030er Jahre möglich, kommerzielle Nutzung deutlich später.

In der Folge ordnet Christoph Kirchlechner den aktuellen Hype um Kernfusion ein: Zwar gibt es echte wissenschaftliche Fortschritte, doch technologisch, materiell und regulatorisch bleiben große Hürden. Er erwartet den wissenschaftlichen Nachweis der Machbarkeit bis etwa 2040–2045, sieht aber keinen massenhaften Rollout in Deutschland bis 2045. Fusion ergänzt erneuerbare, dezentrale Systeme, ersetzt sie aber nicht; wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit hängt von langfristiger Verfügbarkeit, Materialbeständigkeit und Auslastung ab.

Zahlen & Fakten

2040–2045

Zeitraum, in dem Kirchlechner den wissenschaftlichen Nachweis erwartet, dass Fusion zur Energieversorgung beitragen kann.

Ende 2030er (ca. 2038)

Möglicher Zeitpunkt für ein Demonstrationskraftwerk in einigen Projekten/Versprechen.

5 Cent/kWh

Vorgegebener Preis, den einige Startups für die erste Kilowattstunde Strom (für ~2034) angeben; der Gast hält dies für unrealistisch.

Weitere 2 Zahlen & Fakten anzeigen

200 Jahre

Angegebene Größenordnung, nach der niedrig aktivierte Bauteile wieder in den Werkstoffkreislauf zurückgeführt werden könnten.

3–4 kg

Geschätzte Menge Tritium, die in der oberen Atmosphäre weltweit natürlich vorkommt.

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Politische Renaissance, Erwartungen und Zeitschiene · ab 00:00: Diskussion über den aktuellen Hype, Finanzierung und realistische Zeitschienen; wissenschaftlicher Nachweis erwartet 2040–2045, kein großer Beitrag bis 2045.
Funktionsweise, Sicherheit und Werkstoffprobleme · ab 11:14: Grundprinzipien der Fusion, Sicherheitsvorteile gegenüber Spaltung und zentrale Material- sowie Tritiumherausforderungen.
Integration ins Energiesystem und ökonomische Bewertung · ab 28:48: Fusion als Ergänzung für kontinuierlichen Großverbrauch; Wirtschaftlichkeit abhängig von Verfügbarkeit, Betrieb und Kosten.

Wer spricht

C
Christoph KirchlechnerGAST

Materialwissenschaftler und Leiter des Programms Fusion am Karlsruhe Institute of Technology (KIT). Er koordiniert und führt die Fusionsforschung am KIT an und konzentriert sich auf Materialwissenschaft unter extremen Bedingungen, insbesondere auf die Entwicklung von Werkstoffen für Fusionsreaktoren und die Bewältigung von Tritium-Kreislaufprozessen. Kirchlechner ist spezialisiert auf Materialdegradation unter Neutronenbeschuss.

Alle Auftritte von Christoph Kirchlechner

KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.