
Talk | Geldpolitik-Professorin Sarah Lein: Was treibt die Inflation?
30. August 2026 · 33 Min.
Kurzfristige Inflationserwartungen sind der wichtigste Faktor für die aktuelle Preisentwicklung und sollten laut Sarah Lein stärker das geldpolitische Handeln leiten als langfristige Prognosen.
Sarah Lein, Makroökonomie-Professorin an der Universität Basel, erläutert ihre Forschung, wonach kurzfristige Inflationserwartungen einen unmittelbaren Einfluss auf Preis- und Lohnsetzung haben, während langfristige Erwartungen weniger Durchschlagskraft besitzen. Sie verwies auf begrenzte Evidenz für die Theorie der "Greedflation" und betonte, dass gestiegene Gewinne oft normale Knappheitssignale widerspiegeln. Für die Geldpolitik folgt daraus: Zentralbanken sollten aktuelle, kurzfristige Daten stärker gewichten und vorsichtiger mit langfristiger Forward Guidance umgehen.
Rubriken
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• StudieArbeit von Zeno Enders, Christian Konrad und Gernot Müller (Universitäten Heidelberg/Tübingen) zur Vorhersagequalität von Inflationsprognosen
• RedeRede/Statement der Direktorin des Internationalen Währungsfonds (2023): "rising corporate profits account for almost half of the increase in Europe's inflation"
Alle Quellen findest du in der vollständigen FolgeWer spricht
FFabio CanetschHOST
Moderator der Sendung "Schweizer Wirtschaft Daily"; in den Shownotes als promovierter Geldökonom vorgestellt. In der Folge erläutert er die Funktionsweise und Kritik an AT1‑Instrumenten, ordnet regulatorische Debatten rund um UBS und Stammhausunterlegung ein und kommentiert mögliche Auswirkungen vorgeschlagener Reformen.
Alle Auftritte von Fabio Canetsch →SSarah LeinGAST
Makroökonomie-Professorin an der Universität Basel mit Schwerpunkt Teuerung, Kaufkraft und Geldpolitik. Sie arbeitet empirisch, nutzt umfangreiche Daten und Umfragen (u.a. Befragung von Firmenchefs) und hat zeitweise bei einer Zentralbank gearbeitet.
Alle Auftritte von Sarah Lein →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
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