Am 22. Juni 1966 fand an der Freien Universität Berlin das erste Sit-In in Deutschland statt – eine Protestform, die aus den USA kam und zum Vorboten der Studentenbewegung von 1968 wurde.
Die Folge behandelt das erste deutsche Sit-In am 22. Juni 1966 an der FU Berlin, bei dem etwa 3.000 Studenten gegen die neu eingeführte Zwangsexmatrikulation bei Überschreitung der Regelstudienzeit protestierten. Das Ereignis war nicht isoliert, sondern eingebettet in eine umfassendere Debatte über Hochschulreformen und die Rolle der Studierenden in universitären Entscheidungsprozessen. Der friedliche, disziplinierten Ablauf und die Unterstützung durch mehrere Professoren zeigten, dass die Hochschule für Reformen bereit war – eine Entwicklung, die sich in den kommenden Jahren zuspitzen sollte.
Zahlen & Fakten
22. Juni 1966
Datum des ersten Sit-Ins in Deutschland an der Freien Universität Berlin
circa 3.000
Anzahl der Studentinnen und Studenten, die sich am Sit-In beteiligten
rund 15.000
Gesamtzahl der Studierenden an der Freien Universität Berlin 1966
Weitere 2 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
60 Jahre
Zeitraum zwischen dem Sit-In 1966 und dem Zeitpunkt der Podcast-Folge (2026 bzw. Rückblick)
ein Fünftel
Anteil der Gesamtstudierenden, die am 22. Juni beim Sit-In dabei waren
Rubriken
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• BuchFriedrich Christian Delius – Beschreibung der Wahrnehmung von Studentenbewegungen in der Rückschau
• Georg Picht – Begriff der 'Bildungskatastrophe' (1964)
• Ralf Darendorf – Konzept 'Bildung für alle' (1965)
Alle Quellen findest du in der vollständigen FolgeWer spricht
HHarald AselHOST
Harald Asel ist Moderator und Autor der Podcast-Serie 'Geschichte – Inforadio rbb' beim Rundfunk Berlin-Brandenburg. Er führt durch die Folge und leitet die Gespräche in der Ausstellung.
Alle Auftritte von Harald Asel →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.