Geschichten aus der Geschichte
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GAG566: Die doppelte Ratte

29. Juli 2026 · 58 Min.

Die Folge zeigt, wie das gleiche Tier — die Ratte — in zwei Rollen begegnet: als stadtnaher Schädling und Seuchenanzeiger einerseits und als gezüchtetes Labor‑ und Modelltier andererseits.

Richard Hemmer und Daniel Messner erzählen die doppelte Geschichte der Ratte: Einerseits die Stadtratte, die entlang menschlicher Infrastruktur lebt, Vorräte verunreinigt und in Seuchenkontexten als Indikator genutzt wurde. Andererseits die gezüchtete Laborratte, die seit dem späten 19. Jahrhundert standardisiert und für physiologische, neurologische und Verhaltens‑Experimente zum zentralen Modellorganismus wurde. Die Folge verbindet historische Epidemien, städtische Politik und die Entwicklung institutioneller Zuchtprogramme sowie ethische und methodische Fragen der Forschung.

Rubriken

Organisationen

Themen & Erkenntnisse

Die Ratte als Schädling und städtischer Kommensale: Ratten nutzen menschliche Infrastruktur als Lebensraum; Müll, mangelhafte Infrastruktur und soziale Bedingungen machen sie zu urbanen Schädlingen.
Ratten, Pest und Behörden: Ratten als Seuchenanzeiger · ab 20:43: Historische Untersuchungen verbanden Rattensterben, Flöhe und Yersinia pestis; Städte etablierten Fang‑, Dokumentations‑ und Kontrollmaßnahmen.
Die Laborratte: Zucht, Standardisierung und Modellorganismus · ab 31:49: Gezielte Zucht und Standardisierung machten Albino‑/Laborratten zu einem zentralen, aber umstrittenen Modellorganismus der Forschung.

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