Dirk Messner mahnt, dass Deutschland seine Klimaziele bis 2030 nur mit sofortigem und deutlich beschleunigtem Handeln in Sektoren wie Verkehr, Gebäude und Industrie erreichen kann; Nichtstun würde langfristig teurer kommen.
In der Folge spricht Katrin Witsch mit Dirk Messner, dem Präsidenten des Umweltbundesamtes, über den aktuellen Stand des Klimaschutzes in Deutschland und die wachsende „Klimalücke“ bis 2030. Messner erklärt, warum Emissionsreduzierungen derzeit zu langsam sind, welche Sektoren besonders problematisch sind (Verkehr und Gebäude) und welche politischen Weichenstellungen nötig sind. Er warnt vor hohen Kosten des Nichthandelns und betont die Bedeutung von CO2-Bepreisung, Investitionen und internationaler Kooperation.
Zahlen & Fakten
0,1 % (≈0,9 Mio. t)
Reduktion der Emissionen im Vergleich zum Vorjahr (letztes Jahr) laut Umweltbundesamt
50 %
Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen Deutschlands seit 1990 laut Messner
42 Mio. t
Jährlicher Reduktionsbedarf ab 2026, damit Deutschland die Klimaziele 2030 erreichen kann (Angabe von Messner)
Weitere 7 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
62–62,5 %
Voraussichtliche Reduktionsleistung mit aktueller Politik (Stand Messner)
65 %
Ziel-Reduktion bis 2030 im Vergleich zu 1990 (Zielrahmen)
650 Mio. t
Ungefähre derzeitige jährliche Gesamtemissionen Deutschlands, als Referenz im Gespräch
22 Mrd. €
Große Größenordnung der Kosten, falls 225–255 Mio. t mit ~100 €/t ausgeglichen würden (genannte Projektion)
38 Mrd. €
Szenario-Kostenschätzung bei einem CO2-Preis von etwa 120–130 €/t
6,3 Mrd. €
Von Prognos berechnete Kosten für Deutschland allein während zweier Hitze-Wochen im Juni
255 Mio. t
Mögliche kumulierte Überschreitung der CO2-Obergrenzen bis 2030 in Verkehr und Gebäuden (Projektionsbericht)
Rubriken
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• StudieUmweltbundesamt – Projektionsbericht (Projektion zu Emissionen und Zielpfaden bis 2030)
• StudiePrognos – Berechnung zu den wirtschaftlichen Kosten von zwei Wochen Hitze im Juni
• RechtBundesverfassungsgericht – Klimaschutzurteil (im Gespräch als Wendepunkt Anfang der 2020er genannt)
Weitere 1 Quelle anzeigenWeniger anzeigen
• StudieWorld Economic Forum – Global Risk Report (als Referenz zu wirtschaftlichen Risiken durch Klima genannt)
Wer spricht
KKatrin WitschHOST
Moderatorin des Podcasts ‚Handelsblatt Green & Energy‘; führt durch die Folge, stellt Fragen zur Klimapolitik und leitet das Gespräch aus dem Studio in Düsseldorf.
Alle Auftritte von Katrin Witsch →DDirk MessnerGAST
Präsident des Umweltbundesamtes; erläutert die jüngsten UBA-Daten und Projektionsberichte, erklärt die Ursachen der ‚Klimalücke‘, diskutiert ETS/ETS2, Kostenabschätzungen und politische Weichenstellungen zur Erreichung der Klimaziele.
Alle Auftritte von Dirk Messner →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
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