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Wie teuer wird Deutschlands Klimalücke?

28. Juli 2026 · 34 Min.

Dirk Messner mahnt, dass Deutschland seine Klimaziele bis 2030 nur mit sofortigem und deutlich beschleunigtem Handeln in Sektoren wie Verkehr, Gebäude und Industrie erreichen kann; Nichtstun würde langfristig teurer kommen.

In der Folge spricht Katrin Witsch mit Dirk Messner, dem Präsidenten des Umweltbundesamtes, über den aktuellen Stand des Klimaschutzes in Deutschland und die wachsende „Klimalücke“ bis 2030. Messner erklärt, warum Emissionsreduzierungen derzeit zu langsam sind, welche Sektoren besonders problematisch sind (Verkehr und Gebäude) und welche politischen Weichenstellungen nötig sind. Er warnt vor hohen Kosten des Nichthandelns und betont die Bedeutung von CO2-Bepreisung, Investitionen und internationaler Kooperation.

Zahlen & Fakten

0,1 % (≈0,9 Mio. t)

Reduktion der Emissionen im Vergleich zum Vorjahr (letztes Jahr) laut Umweltbundesamt

50 %

Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen Deutschlands seit 1990 laut Messner

42 Mio. t

Jährlicher Reduktionsbedarf ab 2026, damit Deutschland die Klimaziele 2030 erreichen kann (Angabe von Messner)

Weitere 7 Zahlen & Fakten anzeigen

62–62,5 %

Voraussichtliche Reduktionsleistung mit aktueller Politik (Stand Messner)

65 %

Ziel-Reduktion bis 2030 im Vergleich zu 1990 (Zielrahmen)

650 Mio. t

Ungefähre derzeitige jährliche Gesamtemissionen Deutschlands, als Referenz im Gespräch

22 Mrd. €

Große Größenordnung der Kosten, falls 225–255 Mio. t mit ~100 €/t ausgeglichen würden (genannte Projektion)

38 Mrd. €

Szenario-Kostenschätzung bei einem CO2-Preis von etwa 120–130 €/t

6,3 Mrd. €

Von Prognos berechnete Kosten für Deutschland allein während zweier Hitze-Wochen im Juni

255 Mio. t

Mögliche kumulierte Überschreitung der CO2-Obergrenzen bis 2030 in Verkehr und Gebäuden (Projektionsbericht)

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Organisationen

Themen & Erkenntnisse

Aktueller Stand der Emissionen und die Größenordnung der Lücke bis 2030 · ab 00:22
Die Klimalücke in Verkehr und Gebäuden und mögliche Kosten · ab 07:58
Notwendige politische Weichenstellungen und Handlungsempfehlungen · ab 23:21

Quellen

StudieUmweltbundesamt – Projektionsbericht (Projektion zu Emissionen und Zielpfaden bis 2030)

StudiePrognos – Berechnung zu den wirtschaftlichen Kosten von zwei Wochen Hitze im Juni

RechtBundesverfassungsgericht – Klimaschutzurteil (im Gespräch als Wendepunkt Anfang der 2020er genannt)

Weitere 1 Quelle anzeigen

StudieWorld Economic Forum – Global Risk Report (als Referenz zu wirtschaftlichen Risiken durch Klima genannt)

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

K
Katrin WitschHOST

Moderatorin des Podcasts ‚Handelsblatt Green & Energy‘; führt durch die Folge, stellt Fragen zur Klimapolitik und leitet das Gespräch aus dem Studio in Düsseldorf.

Alle Auftritte von Katrin Witsch
D
Dirk MessnerGAST

Präsident des Umweltbundesamtes; erläutert die jüngsten UBA-Daten und Projektionsberichte, erklärt die Ursachen der ‚Klimalücke‘, diskutiert ETS/ETS2, Kostenabschätzungen und politische Weichenstellungen zur Erreichung der Klimaziele.

Alle Auftritte von Dirk Messner

KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.

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