Handelsblatt Today
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Friedensabkommen: Ökonom Südekum über die Folgen des Irankriegs / Volkswagen im Bilanzcheck: Klappt der Sparkurs?

15. Juni 2026 · 32 Min.

Ein möglicher Friedensvertrag zwischen USA und Iran dämpft die Energieangst und könnte Ölpreise sowie Inflation entlasten, eine echte Normalisierung der Versorgung dauert aber Monate; Volkswagen kämpft trotz Sparkurs mit Margendruck, seine Liquiditätsstärke verschafft Zeit.

Die Folge analysiert zunächst die Marktreaktion auf einen vorliegenden Entwurf eines Friedensabkommens zwischen USA und Iran: Ölpreise und Anleiherenditen fielen spürbar, doch Experten wie Jens Südekomm betonen, dass technische Hürden und Vertrauensbildung Monate für eine echte Normalisierung brauchen. Im zweiten Teil prüft Lazar Bakowitsch Volkswagens Bilanz: Sondereffekte drücken das Ergebnis, die operative Marge ist niedrig, aber starker Cashflow und hohe Nettoliquidität geben dem Konzern Spielraum, während Transformation und Margendruck weiter belasten.

Zahlen & Fakten

83 $

Preis für ein Barrel Brent-Öl nach Bekanntwerden des Friedensentwurfs

80 $

Preis für ein Barrel US-Sorte WTI nach Bekanntwerden des Friedensentwurfs

2,95 %

Rendite der zehnjährigen deutschen Bundesanleihe (aktueller Stand im Marktbericht)

Weitere 9 Zahlen & Fakten anzeigen

2,8 %

EBIT-Marge von Volkswagen im Jahr 2025

8–10 %

von VW angestrebte Rendite (Zielrange für die EBIT-Marge)

4,7 Mrd. €

Abschreibungen bei Porsche, die das VW-Ergebnis belasteten

+6 Mrd. €

positiver Cashflow bei Volkswagen im Jahr 2025

11 %

Anteil batterieelektrischer Fahrzeuge (BEV) im Konzern (gestiegen von 8 %)

>10 %

Nettoliquidität von Volkswagen in Relation zum Umsatz (mehr als 10 %)

3,2 Mio.

Prognose für mögliche VW-Autoverkäufe in China Ende des Jahrzehnts (Maximalannahme)

25.000 Punkte

DAX-Stand nach der Marktreaktion (plus etwa 1,5 %)

50.000

vereinbarter Stellenabbau im Volkswagen-Konzern

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Marktreaktion auf den Entwurf eines Friedensabkommens zwischen USA und Iran · ab 01:25
Interview mit Ökonom Jens Südekomm: Auswirkungen auf Ölversorgung, Produktion und Inflation · ab 09:11
Volkswagen im Bilanzcheck: Sparkurs, Margen und Liquidität · ab 20:31

Quellen

RedeAussage von Bundesbankpräsident Joachim Nagel (im Podcast zitiert: vorsichtiger Hinweis zur Dauer bis zur Angebotsnormalisierung)

RedeÄußerung von Sonja Maarten, Chefvolkswirtin der DZ Bank (im Podcast zitiert: Folgen der Marktstörungen bis 2027)

ArtikelBilanzcheck für Volkswagen von Lazar Bakowitsch (Handelsblatt, im Podcast erwähnt und in den Shownotes verlinkt)

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

B
Ben MendelssohnHOST

Moderator der Folge; eröffnet und moderiert das Gespräch, führt Interviews und leitet durch die Themen des Handelsblatt‑Today‑Podcasts.

Alle Auftritte von Ben Mendelssohn
M
Martin MüllerGAST

Kollege und Moderator, lieferte das Marktupdate mit Einschätzungen zur Quartalssaison, Tech‑Gewinnerwartungen, Kursbewegungen und konkreten Unternehmensmeldungen.

Alle Auftritte von Martin Müller
J
Jens SüdekommGAST

Jens Südekomm wird im Gespräch als Ökonom der Heinrich-Hein-Universität in Düsseldorf vorgestellt. Er analysiert die wirtschaftlichen Folgen eines möglichen Friedensabkommens, erklärt technische und versicherungstechnische Hürden für die Wiederaufnahme von Öl- und Gasexporten und diskutiert die Auswirkungen auf Inflation, Wachstumsaussichten und Energiepolitik.

Alle Auftritte von Jens Südekomm
L
Lazar BakowitschGAST

Lazar Bakowitsch ist VW-Reporter und Teamleiter für Mobilität beim Handelsblatt; im Interview erläutert er seinen Bilanzcheck zu Volkswagen: er benennt Sondereffekte, Margenprobleme, Cashflow-Stärke, Sparmaßnahmen sowie Herausforderungen in China und bei der Transformation zur Elektromobilität.

Alle Auftritte von Lazar Bakowitsch

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