Im Revier. Von Ruhrpolen, Gastarbeitern und Kriegsflüchtlingen
13. Dezember 2025 · 45 Min.
Das Ruhrgebiet ist seit 150 Jahren ein Labor der modernen Migrationsgesellschaft, in dem sich Migration nicht als harmonischer Schmelztiegel, sondern als kontinuierlicher Prozess von Aushandlung, Brüchen und wechselnden Prioritäten vollzieht.
Die Episode erzählt die Migrationsgeschichte des Ruhrgebiets von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis heute. Sie zeigt, wie die industrielle Entwicklung zunächst Nahwanderer aus der unmittelbaren Umgebung anzog, dann die sogenannten Ruhrpolen aus den preußischen Ostprovinzen, später Zwangsarbeiter und Flüchtlinge, schließlich "Gastarbeiter" aus Südeuropa und der Türkei. Der Mythos des Schmelztiegels wird dabei relativiert: Jede Migrationswelle brachte Segregation, Konflikt und längerfristig generationenübergreifende Integration mit sich. Heute steht das Ruhrgebiet unter dem Druck von Deindustrialisierung und wirtschaftlicher Krise.
Rubriken
Themen & Erkenntnisse
Wer spricht
AAlmut FinckHOST
Autorin der Folge; sie erzählt und ordnet die Ereignisse des Black‑Tom‑Anschlags (1916) im Beitrag ein und fungiert als Sprecherin des WDR‑Zeitzeichen‑Features.
Alle Auftritte von Almut Finck →CChristoph NonnGAST
Professor für Neueste Geschichte an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, ausgewiesener Kenner der Migrationsgeschichte in Deutschland und Nordrhein-Westfalen
Alle Auftritte von Christoph Nonn →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.