250 Jahre USA - Wie Amerika seine Unabhängigkeit erkämpfte
26. Juni 2026 · 46 Min.
Die amerikanische Unabhängigkeitserklärung entstand nicht aus idealistischen Gründen, sondern aus einer eskalierenden Kriegsdynamik: Hätte das britische Parlament klügere Kolonialpolitik betrieben, hätten die Siedler möglicherweise nie das Bedürfnis nach Unabhängigkeit verspürt.
Frank Kelleter analysiert in diesem Vortrag die Entstehungsgeschichte der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung als Kriegsdokument, nicht nur als philosophisches Manifest. Der Amerikanist zeigt, wie die Kolonien bis 1776 gar nicht von Unabhängigkeit sprachen, sondern von "Home Rule" innerhalb des britischen Empire. Erst die gescheiterte Kolonialpolitik Londons nach dem Siebenjährigen Krieg – insbesondere die Royal Proclamation von 1763 und die Steuerkrise der 1760er Jahre – radikalisierte den kolonialen Diskurs. Thomas Paines "Common Sense" (Januar 1776) und schließlich Jeffersons Unabhängigkeitserklärung (Juli 1776) artikulierten dann erstmals universal-liberale Begründungen für die Trennung vom Empire.
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Wer spricht
FFrank KelleterGAST
Professor für Nordamerikanische Kultur am John-F.-Kennedy-Institut der Freien Universität Berlin; hält den Vortrag über die Entstehungsgeschichte der Unabhängigkeitserklärung
Alle Auftritte von Frank Kelleter →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.