Alte Texte neu lesen - Thomas Buddenbrook als verunsicherter Mann
2. Juli 2026 · 41 Min.
Der Vortrag argumentiert, dass Buddenbrooks produktiver als Darstellung einer 'unsicheren' und performativen Männlichkeit gelesen werden sollte, statt einseitig latente Homosexualität zu betonen.
Die Folge präsentiert einen Vortrag, der Thomas Manns Erstling neu deutet: Nicht allein die Frage latenter Homosexualität, sondern eine allgemeinere ‚unsichere Sexualität‘ bestimme Figuren wie Thomas Buddenbrook. Gezeigt wird, wie sich diese Unsicherheit in Karriere, Sozialverhalten und Körperpflege äußert und in eine theatralische Maskerade mündet. Zugleich verortet der Vortrag das Werk in zeitgenössischen Debatten um Geschlechterverhältnisse und literarische Moderne. Abschließend wird betont, dass diese Ambivalenz zur ästhetischen und politischen Originalität des Autors beiträgt.
Rubriken
Themen & Erkenntnisse
Wer spricht
KKatja WeberHOST
Moderatorin der Folge «Hörsaal» bei Deutschlandfunk Nova; sie führt in den Vortrag ein, leitet die Sendung und moderiert die Präsentation von Veronika Schuchter.
Alle Auftritte von Katja Weber →HHans WißkirchenGAST
Literaturwissenschaftler und Präsident der Deutschen Thomas Mann Gesellschaft; hielt am 17. Februar 2026 in Lübeck einen Vortrag über ‚Der unsichere Mann, Männlichkeit und Maskerade in Buddenbrooks‘. Analysiert im Vortrag die Figur Thomas Buddenbrook unter dem Leitbegriff ‚unsichere Sexualität‘ und ordnet den Roman in zeitgenössische Debatten ein.
Alle Auftritte von Hans Wißkirchen →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.