Exporte - Was mit unseren Altkleidern in Ghana passiert
13. August 2026 · 43 Min.
Europäische Altkleiderexporte nach Ghana sind Teil einer bestellbasierten, internationalen Handelskette: sie verlängern die Nutzungsdauer von Textilien und schaffen Einkommen vor Ort, verschieben aber gleichzeitig Abfall und Umweltprobleme in Länder mit unzureichender Entsorgungsinfrastruktur.
Die Folge fasst Forschungsergebnisse zur globalen Secondhand-Textilwirtschaft zusammen: Sammel- und Sortierprozesse in Europa, Ballen- und Containerhandel, Importstrukturen und die Marktpraktiken am Kantamanto in Accra. Es wird gezeigt, dass viele gängige Narrative (einseitige Schuldzuweisung, pauschale Schäden für Afrika) vereinfachen. Vor Ort entstehen vielfältige Nutzungs-, Umarbeitungs- und Verkaufspraktiken, gleichzeitig fehlen verlässliche Daten und funktionierende Entsorgungssysteme. Fazit: Es braucht Systemwandel, Herstellerverantwortung und bessere Abfallinfrastruktur in den Importländern.
Themen & Erkenntnisse
Wer spricht
AAnn-Christine ReinkenhoffGAST
Ann-Christine Reinkenhoff ist Kulturanthropologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Empirische Kulturwissenschaft an der Universität Freiburg. In ihrer Forschung untersucht sie praktische Abläufe und Narrative im globalen Secondhand-Textilhandel; für ihre Masterarbeit war sie 2022/2023 mehrere Monate in Ghana (u.a. Accra/Kantamanto) und hielt den Vortrag 'Europäische Altkleiderexporte nach Ghana – Segen oder Fluch?' am 3. März 2026 in Bremen.
Alle Auftritte von Ann-Christine Reinkenhoff →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.