Fitness hat sich historisch zu einem regulierenden Ideal entwickelt, das mit liberaler Selbstverantwortung verknüpft ist und soziale Anerkennung sowie Ausschlussmechanismen verstärkt.
Der Historiker Jürgen Matschukat zeichnet nach, wie sich Fitness vom statischen Begriff des ‚Hineinpassens‘ im 18. Jahrhundert zu einem dynamischen Ideal der Selbstverbesserung wandelte. Er verbindet diese Entwicklung mit liberalen und neoliberalen Lebensformen, Darwin-Rezeptionen, politischer Rhetorik wie Roosevelts ‚Strenuous Life‘ und einer Massenkultur seit den 1970er Jahren. Heute ist Fitness nicht nur Sport, sondern ein normierendes Kriterium für Anerkennung, Karriere und Bürgerstatus mit erheblichen Ausschlussrisiken.
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Themen & Erkenntnisse
Wer spricht
NNina BusbartelsHOST
Moderation der Folge: Nina Busbartels führt durch das Hörsaal‑Format, eröffnet und schließt die Episode, leitet zum Vortrag über und kündigt weiterführende Hinweise in den Shownotes an.
Alle Auftritte von Nina Busbartels →JJürgen MatschukatGAST
Historiker, Professor für Nordamerikanische Geschichte an der Universität Erfurt und Sprecher einer interdisziplinären Forschungsgruppe zu Freiwilligkeit; hielt den Vortrag 'Das Zeitalter der Fitness. Eine Geschichte der Gegenwart' am 10. März 2026 an der Uni Leipzig und analysiert darin die historische Verwurzelung und gesellschaftliche Funktion des Fitnessbegriffs.
Alle Auftritte von Jürgen Matschukat →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.