Schule und Uni - Was politische Neutralität in der Bildung bedeutet
19. Juni 2026 · 43 Min.
Politische Bildung soll zu Mündigkeit führen und darf nicht indoktrinieren: Der Beutelsbacher Konsens (Überwältigungsverbot, Kontroversitätsgebot, Interessenadressierung) schützt diese Aufgabe, steht aber unter politischem Druck und wird instrumentalisiert.
Hubertus Buchstein erklärt, wie Neutralität in der Bildung historisch geprägt ist und wie der Beutelsbacher Konsens als Regelwerk gegen Indoktrination entstand. Er zeigt an einem gedachten AfD-Hochschulgesetz, wie Neutralitätsvorwürfe politisch genutzt werden können. Buchstein diskutiert praktische Probleme: Lehrkräfte missverstehen Neutralität oft als Meinungsabstinenz, gleichzeitig müssen verfassungsfeindliche Positionen ausgeschlossen und die Freiheit von Forschung und Lehre verteidigt werden. Abschließend appelliert er, die Voraussetzungen für argumentativ geführte Kontroversen zu bewahren.
Organisationen
Themen & Erkenntnisse
Wer spricht
NNina BustartelsHOST
Moderatorin der Folge; führt durch das Hörsaal-Format von Deutschlandfunk Nova und leitet die Einführung sowie den Abschluss der Folge.
Alle Auftritte von Nina Bustartels →HHubertus BuchsteinGAST
Politikwissenschaftler; von 1998 bis 2026 Professor für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Universität Greifswald; mittlerweile im Ruhestand. Er hielt am 15. April 2026 den Vortrag »Umkämpfte politische Neutralität in Bildung und Wissenschaft« im Rahmen der Ringvorlesung »Was ist schon neutral? Haltung in der Krise!« an der Universität Greifswald.
Alle Auftritte von Hubertus Buchstein →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.