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#1543 Inside Wirtschaft - Jessica Schwarzer: „Das Altersvorsorgedepot mit ETFs wird einen echten Rendite-Turbo zünden"

16. Juni 2026 · 7 Min.

Jessica Schwarzer erläutert, dass das neue staatlich geförderte Altersvorsorgedepot mit ETFs ab 1.1.2027 kommt, bis zu 1.800 € jährlich gefördert wird und dadurch einen Rendite-Turbo für die private Altersvorsorge auslösen kann.

In diesem Interview erklärt Jessica Schwarzer dem Host Manuel Koch das geplante Altersvorsorgedepot: ein separates Depot mit ETF-Anlage, staatlicher Förderung und Start zum 1.1.2027. Sie erläutert Einzahlungsgrenzen, die Staffelung der Zulagen und wer teilnehmen darf, nennt Chancen für höhere Renditen und vergleicht das Vorhaben mit internationalen Modellen. Kritik übt sie an der Gebührenobergrenze von 1 Prozent, sieht aber Wettbewerb und ein hohes Potenzial, die Aktienkultur in Deutschland zu stärken.

Zahlen & Fakten

1.800 €

Maximale jährliche Einzahlung ins Altersvorsorgedepot

540 €

Maximale jährliche staatliche Förderung bei voller Einzahlung (insgesamt)

360 €

Förderbetrag aus der 25%-Staffel bzw. Bezugspunkt in der Staffelung

Weitere 16 Zahlen & Fakten anzeigen

180 €

50%-Förderung auf den ersten förderfähigen Betrag (als Beispiel genannt)

300 €

Zusätzliche jährliche Zulage pro Kind

200 €

Einmaliger zusätzlicher Bonus bei Abschluss unter 25 Jahren (Berufsanfänger-Top-up)

1 %

Vorgesehene Gebührenobergrenze für das Produkt, Gegenstand der Kritik

0,1–0,3 %

Typische laufende Kosten (TER) für Basis-ETFs, zum Vergleich mit der 1 %-Gebühr

6–8 %

Langfristig erwartete Rendite für breit gestreute Aktien-ETFs (geschätzt)

7,5 %

Annahme in der Beispielrechnung von Scalable Capital

150 €

Beispielhafte monatliche Sparrate, die in der Rechnung verwendet wurde

61.000 €

Rechnergebnis (angespartes Kapital) im Beispiel mit 150 €/Monat und angenommener Rendite

42 %

Anteil des angesparten Kapitals, der laut Beispiel tatsächlich eingezahlt wurde (Zitat im Interview)

~500 €

Ungefähr geschätzte Vorsteuer-Rente aus dem Beispiel-Szenario

~370 €

Ungefähr geschätzte Nachsteuer-Rente aus dem Beispiel-Szenario

62 %

Genannte Aktionärsquote in den USA

20 %

Genannte Aktionärsquote in Deutschland

28 %

Genannte Aktionärsquote bei Geringverdienern (im US-Vergleich genannt)

16 Jahre

Laufzeit im gerechneten Beispiel (150 € monatlich bis Renteneintritt)

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

These: Altersvorsorgedepot als Rendite-Turbo · ab 00:35: Das Depot legt in ETFs an statt Garantien; Jessica Schwarzer erwartet dadurch höhere Renditen und eine Stärkung der Aktienkultur.
Funktionsweise: Start, Depotstruktur und Förderung · ab 01:07: Separates ETF-Depot ab 01.01.2027, jährliche Einzahlungen bis 1.800 € mit gestaffelter staatlicher Förderung (insgesamt bis 540 €).
Teilnahmeberechtigung: Wer darf mitmachen? · ab 03:11: Breite Teilnahme möglich: Angestellte, Freiberufler und Selbstständige können das Altersvorsorgedepot nutzen.
Kritik: Gebührenobergrenze und Kostenstruktur · ab 03:37: Kritik an der Kostenobergrenze (~1 %) gegenüber deutlich niedrigeren ETF-Gebühren (0,1–0,3 %); Wettbewerb könnte aber Druck auf Preise bringen.
Renditeerwartungen und Beispielrechnung · ab 04:25: Erwartete Renditen 6–8 %; Beispiel (7,5 %): 150 €/Monat ergeben rund 61.000 € Kapital, ca. 500 € Vorsteuer-Rente.
Internationaler Vergleich: Aktionärsquote und Kultur · ab 05:20: US-Aktionärsquote ca. 62 % vs. Deutschland ca. 20 %; das Depot könnte die Aktienbeteiligung in Deutschland erhöhen.
Praktisches und persönliche Entscheidung: Überführung von Riester möglich; persönliche Eröffnung geplant; Umstellung kann bis zu ~150 € kosten, Vergleich der Angebote empfohlen.

Quellen

Scalable Capital (Altersvorsorge-Depot-Rechner)

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

M
Manuel KochHOST

Host des Podcasts Inside Wirtschaft; moderiert die Folge und ordnet wirtschaftliche Zusammenhänge ein.

Alle Auftritte von Manuel Koch
J
Jessica SchwarzerGAST

Jessica Schwarzer ist Buchautorin und Finanzjournalistin, die in der Sendung die Entwicklung der Luxusbranche kommentiert. Sie analysiert die schwächere Nachfrage aus China und Schwellenländern, erklärt die Folgen für Umsätze und Gewinne und teilt ihre persönliche Anlageperspektive: Sie hält LVMH seit fast 20 Jahren, befindet sich damit deutlich im Plus und empfiehlt Geduld für Investoren.

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