Dampfen statt qualmen - Wie viel bringen E-Zigaretten bei der Rauchentwöhnung?
10. September 2026 · 12 Min.
Nikotinhaltige E‑Zigaretten führen bei einigen Rauchenden zu Abstinenz (etwa 8–10% nach sechs Monaten), sind aber kein Allheilmittel und bergen weiterhin Sucht- und Gesundheitsrisiken.
Jan Kerkhoff fasst eine Cochrane‑Übersichtsarbeit zusammen: Aus rund 80 Studien mit etwa 30.000 Teilnehmenden ergibt sich, dass nikotinhaltige E‑Zigaretten bei etwa 8–10% der Anwenderinnen und Anwender zu einer mindestens sechsmonatigen Abstinenz vom Tabak führen. Das ist etwas besser als alleinige Nikotinersatztherapie (ca. 6%). Tobias Rüther von der Tabakambulanz der LMU betont erfolgreiche Kurse mit deutlich höheren Raten, warnt aber vor Jugendabhängigkeit und Dual‑Use.
Zahlen & Fakten
8–10 %
Anteil der Personen, die nach Umstieg auf nikotinhaltige E‑Zigaretten mindestens sechs Monate vom Tabakrauchen abstinent waren (Cochrane‑Übersichtsarbeit).
6 %
Ungefähre Abstinenzrate bei alleiniger Anwendung von Nikotinersatzstoffen (Pflaster, Kaugummi etc.), verglichen in der Cochrane‑Analyse.
bis zu 40 %
Von Tobias Rüther (Leiter der Tabakambulanz der LMU München) genannte Abstinenzraten in Kursen mit Beratung und Verhaltenstherapie.
Weitere 4 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
90 %
Anteil der Personen, bei denen laut Cochrane‑Zusammenfassung der Umstieg auf E‑Zigaretten nicht zum Aufhören des Tabakrauchens führte.
80 Studien
Anzahl der in der Cochrane‑Übersichtsarbeit zur Wirksamkeit nikotinhaltiger E‑Zigaretten ausgewerteten Studien.
30.000 Versuchspersonen
Summe der Teilnehmenden in den in der Cochrane‑Übersichtsarbeit berücksichtigten Studien.
6 Monate
Messzeitraum, auf den sich die Cochrane‑Analyse primär bezieht (Abstinenz mindestens sechs Monate).
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• StudieCochrane Forschungsnetzwerk (Übersichtsarbeit zur Wirksamkeit nikotinhaltiger E‑Zigaretten bei der Rauchentwöhnung)
• Tobias Rüther, Leiter der Tabakambulanz der Ludwig‑Maximilians‑Universität München (Aussagen zu Erfolgsraten von Kursen, Angeboten und jugendlicher Abhängigkeit)
• StudieUniversität Mainz (genannte Studie zu schädlichen Effekten von Nikotin auf Blutgefäße)
Alle Quellen findest du in der vollständigen FolgeWer spricht
JJan KerkhoffGAST
Jan Kerkhoff ist der eingeladene Experte/Gast in dieser Folge; er hat die neue US‑Studie und weitere Untersuchungen zu Gesundheitseffekten von Windkraftanlagen analysiert, erläutert methodische Details (z. B. Postleitzahl‑Aggregation, Medikamentendaten) und ordnet die Befunde im internationalen Vergleich ein.
Alle Auftritte von Jan Kerkhoff →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.