Kein Homo Sapiens – was dann? | Welt ohne Menschen (1)
5. September 2026 · 26 Min.
Ohne den Menschen würde ein mosaikartiges Europa mit dichterer Vegetation und zahlreichen großen Säugetierarten entstehen; das Verständnis dieses Szenarios kann Naturschutz und Renaturierung informieren.
Inga Pflug unternimmt ein gedankliches Expeditionsexperiment in ein Europa ohne Menschen und stützt sich dabei auf Erkenntnisse aus Ökologie, Paläontologie und Klimawissenschaft. Die Erzählung schildert, wie sich Vegetation, große Pflanzenfresser und Raubtiere ohne menschlichen Einfluss entwickeln würden und welche Rolle Klimazyklen dabei spielen. Die Folge verknüpft diese Bilder mit konkreten Zahlen zum Klima und Körpergrößen ausgestorbener Arten und diskutiert daraus abgeleitete Konsequenzen für Naturschutz und Wiederansiedlung.
Zahlen & Fakten
40.000–50.000 Jahre
Zeitspanne, in der sich der moderne Mensch (Homo sapiens) vor etwa 40.000–50.000 Jahren in Europa ausbreitete; das Szenario streicht diese Ausbreitung weg.
rund 12.000 Jahre
Laufende Warmzeit (Holozän), in der sich das menschenfreie Europa laut Klimabeschreibung derzeit befindet.
5 m Schulterhöhe / 13 t Körpergewicht
Schätzwerte für den europäischen Waldelefanten: etwa 5 Meter Schulterhöhe und durchschnittlich 13 Tonnen Körpergewicht.
Weitere 5 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
200–300 kg
Tägliche Fraßmenge, die ein einzelner Elefant an Blattmaterial aufnehmen kann, maßgeblich für Einfluss auf Vegetation.
2–2,5 °C
Geschätzte niedrigere Jahresmitteltemperatur in Deutschland in einer Welt ohne menschengemachten Klimawandel verglichen mit heute.
1,5 °C
Geschätzte global niedrigere Durchschnittstemperatur in der menschenfreien Welt im Vergleich zu heute.
1950
Jahr, das Klimatologen im Beitrag als grober Referenzpunkt nennen, bis zu dem CO2‑Anstieg atmosphärisch noch weitgehend gepuffert war.
3,5 m Länge / 1,70 m Schulterhöhe
Geschätzte Körpermaße des Höhlenbären, wie sie im Beitrag genannt werden.
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• Jens Christian Svenning, Biologe, Universität Aarhus (Einschätzung zur Zusammensetzung säugetierischer Gemeinschaften in einem menschenfreien Europa)
• Heike Feldhaar, Professorin für Populationsökologie, Universität Bayreuth (Erläuterungen zu Pflanzentypen, Fraßdruck und Auswirkungen großer Herbivore)
• Cyrus Samimi, Professor für Klimatologie, Universität Bayreuth (Erklärungen zu solaren Zyklen, Eiszeitenmechanismen und Klimaeinordnung der aktuellen Warmzeit)
Alle Quellen findest du in der vollständigen FolgeWer spricht
IInga PflugHOST
Journalistin beim Bayerischen Rundfunk und Produzentin der Radiowissen-Folge; führt durch die Sendung, moderiert Interviews und verknüpft biologische, historische und politische Perspektiven zum Thema Spatzen.
Alle Auftritte von Inga Pflug →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
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