Straßen im Hitzestress - Wie machen wir sie sicher?
20. Juli 2026 · 18 Min.
Hitzewellen machen Asphalt und Beton anfällig: Bitumen weicht auf und Betonplatten drücken sich hoch — technisch gibt es lösbare Mischungen und Konstruktionsmaßnahmen, ihr breiter Einsatz wird aber durch Normen, Kosten und Verfügbarkeiten gebremst.
Die Folge analysiert, wie Hitze Straßenbeläge angreift (aufweichendes Bitumen, „Blow‑Ups“ bei Betonplatten) und welche technischen Gegenmaßnahmen existieren. Vorgeschlagene Lösungen reichen von helleren Gesteinskörnungen und polymermodifiziertem Bitumen bis zu größeren Fugen oder experimentellen Kühlsystemen in Fahrbahnen. Haupthemmnisse sind veraltete Regelwerke, Haftungsfragen, Kosten und angebliche Rohstoff-/Transportengpässe — trotz vorhandener Forschung und Pilotprojekte ist der flächendeckende Einsatz bislang begrenzt.
Zahlen & Fakten
30 %
Anteil heller Gesteinskörnungen (z. B. Quarzit) in der Asphaltmischung, der laut Wuppertaler Wissenschaftler ausreicht, um die Rückstrahlung zu verbessern.
70 °C
Maximale Fahrbahntemperatur auf dunklem Asphalt bei starker Aufheizung (im Beitrag erwähnt als mögliche Obergrenze).
30 °C
Temperatur ab der Aufheizung von Asphalt spürbar beginnt (Wuppertaler Forscher genannt).
Weitere 2 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
40 °C
Referenzwert, bei dem äußere Hitze in Frage gestellt wird, ob Asphalt bereits weich wird (Diskussion im Beitrag).
38 Tonnen
Gewicht schwerer LKW, das stehende oder langsam rollende Fahrzeuge bei aufgeweichten Belägen stark verformt und Straßen irreparabel schädigen kann.
Rubriken
Themen & Erkenntnisse
Wer spricht
SStefan GeierHOST
Stefan Geier ist Wissenschaftsjournalist beim Bayerischen Rundfunk und moderiert diese Folge von »IQ – Wissenschaft und Forschung«. Er führt durch das Thema, stellt Fragen und fasst die Ergebnisse einordnend zusammen.
Alle Auftritte von Stefan Geier →JJan KerkhoffGAST
Jan Kerkhoff ist der eingeladene Experte/Gast in dieser Folge; er hat die neue US‑Studie und weitere Untersuchungen zu Gesundheitseffekten von Windkraftanlagen analysiert, erläutert methodische Details (z. B. Postleitzahl‑Aggregation, Medikamentendaten) und ordnet die Befunde im internationalen Vergleich ein.
Alle Auftritte von Jan Kerkhoff →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
Ähnliche Folgen
ARD Klima Update · 22. Juli 2026
Hitzestress bei der Energieversorgung
Theresa Brenner mit Katha Jansen und Claudia Kempfert: Hitze belastet Kraftwerke, Netze und Menschen – viele Probleme sind technisch und organisatorisch lösbar.
Mission Energiewende · 21. Juli 2026
Wie sehr schaden Kondensstreifen dem Klima?
Bleibende Kondensstreifen (persistente Contrails) wirken wie Zirruswolken und tragen schätzungsweise 2–3 % zur menschengemachten Erderwärmung bei; einfache Höhenänderungen der Flugrouten könnten den Effekt stark reduzieren, so Ina Lebedjev und Antonia Sabri.

Politik mit Anne Will · 22. Juli 2026
Wohin führt die Ignoranz in der Klimapolitik? Mit Ann-Kathrin Büüsker
Die Hitzeereignisse 2026 machen deutlich: Ohne konsequenten Klimaschutz und konkrete Anpassungsmaßnahmen verschärfen sich Schäden, Todesfälle und wirtschaftliche Belastungen – politische Ignoranz ist gefährlich.