IQ – Wissenschaft und Forschung
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Tracking von Wildtieren (1) – Storch Hansi verpasst den Vogelzug

1. August 2026 · 26 Min.

Die Biologger‑Trackingdaten des Jungstorches Hansi zeigen, dass Zugrouten flexibel und kulturabhängig sind: verspätete oder unerfahrene Vögel können sich fehlorientieren, sozialen Kontakten folgen oder ihre Route im Lauf des Lebens ändern.

Jenny von Sperber erzählt die Biografie des Jungstorches Hansi (Jahrgang 2013), der spät flügge wurde, mit einem Ring (HL430) versehen und schließlich am 5. August mit einem solarbetriebenen Biologger ausgerüstet wurde. Forschende wie Michael Kahrz (Vogelschutzwarte Loburg) und das Team um Martin Wiekelski (Max‑Planck‑Institut) verfolgten seine täglichen Positionsdaten, die eine Fehlorientierung in Tschechien, das Mitfliegen mit Reihern und das Feststecken in einem Alpental zeigten. Heidi Schmidt lokalisierte Hansi im Januar 2014 bei einer Bauernfamilie in Winhöring; im Folgejahr reiste Hansi bis in die Sahelzone, seine Signale endeten im Grenzgebiet Sudan/Südsudan, vermutlich durch Jagd oder Verlust des Senders. Die Episode demonstriert, dass Zugverhalten nicht strikt genetisch determiniert ist, sondern situativ und sozial geprägt werden kann.

Themen & Erkenntnisse

Einführung: Hansi als verspäteter Jungstorch · ab 01:34
Einsatz von Biologgern und Hansis Irrfahrt · ab 05:55
Wiederauffinden im Winter, soziale Bindung zu Menschen und späteres Schicksal · ab 14:49

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