Jung & Naiv
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#841 - Xavier Abu Eid, palästinensischer Politikwissenschaftler

28. Juli 2026 · 52 Min.

Ohne wirksames internationales Handeln gegen Besatzung, Siedlungsausbau und Menschenrechtsverletzungen bleibt die palästinensische Selbstbestimmung blockiert; konkrete Maßnahmen wie Sanktionen, Kennzeichnung/Verbot von Siedlungsprodukten und politische Anerkennung müssten folgen.

Der Gast schildert persönliche Erfahrungen als christlich-palästinensischer Politikwissenschaftler aus Bethlehem, erklärt, wie die israelische Besatzung Alltag, Rechte und Bewegung einschränkt, und kritisiert das Versagen internationaler Politik. Er betont Dokumentation von Verbrechen, die Rolle internationaler Institutionen und den Wandel der öffentlichen Meinung, kritisiert Deutschlands Zurückhaltung gegenüber Sanktionen und fordert konkrete Maßnahmen gegen Siedlungen und zur Durchsetzung von Rechten.

Themen & Erkenntnisse

Biographischer Einstieg und persönliche Lage: Lebensgeschichte: Christlich-palästinensischer Hintergrund, Emigration nach Chile, Rückkehr als Verhandlungsberater und langer Kampf um ID.
Besatzung, Siedlungen und internationale Verantwortung: Kritik an Siedlungsbau, Menschenrechtsverletzungen und internationaler Untätigkeit; Forderung nach Durchsetzung von Recht und Sanktionen.
Palästinensische Politik, Reformbedarf und Perspektiven: Analyse der innenpolitischen Krise, Wahlhindernisse, Korruptionsdebatte sowie Forderung nach Einheit, Wahlen und wirtschaftlicher Selbstständigkeit.

Wer spricht

J
Javier AbouidGAST

Palästinensischer Politikwissenschaftler und Berater. Im Interview gibt er an, als Christ aus Bethlehem in Chile geboren zu sein, einen BA in Politikwissenschaft sowie ein MBA abgeschlossen zu haben, nach der Nakba verwurzelte Familienverhältnisse zu haben, als Berater des palästinensischen Verhandlungsteams gearbeitet und zwölf Jahre benötigt zu haben, um seine palästinensische ID nach der Rückkehr zu erhalten.

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