Jung & Naiv
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#843 - Siedlungsbau-Experte Dror Etkes über die israelische Gesellschaft

4. August 2026 · 1 Std. 9 Min.

Die israelische Siedlungspolitik in der Westbank hat ein de-facto zweigesetzliches System geschaffen und weist Apartheid-ähnliche Züge auf; eine politische Lösung aus Israel heraus erscheint derzeit unrealistisch.

Drog Edkes, in Jerusalem aufgewachsener Field Researcher, beschreibt, wie seit 1967 schrittweise Siedlungsbau, Landnahme und getrennte Rechts- und Verwaltungssysteme für Palästinenser und Israelis entstanden sind. Er dokumentiert mit GIS Siedlungsaktivitäten, betont ökonomische Anreize für Siedler und die zunehmende Gewalt durch Außenposten. Etkes hält die klassische Zwei-Staaten-Lösung praktisch für gescheitert und sieht politische Veränderungen vor allem durch externen Druck möglich.

Themen & Erkenntnisse

Biografischer Einstieg: Herkunft, Militär und Bewusstseinswandel: Aufgewachsen in einer Siedlung; Armeedienst löste Bewusstseinswandel aus und leitete seine Forschungstätigkeit ein.
Siedlungsentwicklung, Rechtsstatus und Alltag in der Westbank: Kontinuierlicher Siedlungs‑ und Landnahmeprozess seit 1967 schafft getrennte Rechtsräume und schränkt palästinensisches Alltagsleben massiv ein.
Politische Perspektiven, Grenzen der Lösbarkeit und zivilgesellschaftliches Handeln: Zwei‑Staaten‑Lösung zunehmend unrealistisch; Veränderung nur durch externen Druck möglich, zivilgesellschaftliche Dokumentation bleibt zentral.

Wer spricht

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Drog EdkesGAST

In Jerusalem aufgewachsen (Geburtsjahr 1968). Field Researcher mit Schwerpunkt Westbank: er dokumentiert und analysiert israelische Siedlungspolitik vor Ort, nutzt GIS für Kartierung und Beweissicherung, veröffentlicht seine Recherchen in mehreren Sprachen und arbeitet in Berichten zur unmittelbaren Alltagswirkung von Landnahmen, Außenposten und Siedlergewalt.

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