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#850 - Partei für Losdemokratie | Gründer Ardalan Ibrahim

8. September 2026 · 4 Std. 12 Min.

Die Losdemokratie-Partei (Vertreten durch Adela Ibrahim) will politische Entscheidungen stärker über geloste Bürgerversammlungen fassen und langfristig Verfassungsänderungen anstoßen, um repräsentative Parlamente durch breit ausgeloste, themenspezifische Gremien zu ergänzen.

In diesem Gespräch mit Tilo Jung erklärt Adela Ibrahim die Kernidee der Losdemokratie: statt dauerhaft berufspolitischer Parlamente sollen für konkrete Themen zufällig ausgeloste Bürgerräte beraten und entscheiden. Ibrahim begründet das mit historischen Vorbildern, internationalen Experimenten und der Hoffnung, Machtkonzentration zu schwächen. Zugleich schildert sie die Gründung und Organisationspraxis ihrer Partei, praktische Hürden (z.B. Wahlzulassung, Satzung) und wirft verfassungsrechtliche sowie gesellschaftliche Fragen auf.

Zahlen & Fakten

200.000 (ca., unter 0,4 %)

Schätzung von Matthias Greffrath zur Zahl aktiver Personen in der deutschen Politik (aktive Parteipolitiker/-innen und Engagierte), genannt als Anteil der Bevölkerung.

13.000

Anzahl der YouTube‑Videos, die Adela Ibrahim nach eigener interner Zählung auf seinem Kanal angibt.

200

Anzahl der Unterstützerunterschriften, die in Mecklenburg‑Vorpommern für die Wahlzulassung eines neuen Wahlvorschlags genannt wurde.

Weitere 1 Zahl & Fakten anzeigen

8.800

Anzahl der Unterstützerunterschriften, die in Bayern laut Transkript für Wahlzulassung erforderlich sein sollen.

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Einstieg: Vorstellung der Partei und ihres Anspruchs: Vorstellung der Losdemokratie‑Partei und ihr Ziel, Bürgerbeteiligung per Losverfahren zu stärken.
Was ist Losdemokratie? Grundprinzip und Ablauf: Losverfahren: zufällig ausgeloste, zweckgebundene Bürgerversammlungen sollen sachorientierte Entscheidungen treffen.
Historischer Bezug: Antike und neuere Wellen der Losdemokratie: Losverfahren als historische Praxis und moderne Wiederentdeckung; Verweis auf internationale Vorbilder.
Empirische Argumente: Warum geloste Gremien funktionieren sollen: Begründung mit Experimenten und Erfahrungen: Losgremien schaffen sachorientierte und konsensorientierte Beratung.
Kritische Verfahrensfragen: Agenda‑Setting, Vorbereitung, Auswahl von Expert:innen: Diskussion über Macht in der Prozessvorbereitung: Agenda‑Setting, Expertenauswahl und Repräsentationslücken.
Motivation: Herrschaftskritik, Macht‑Feedback und politische Ungleichheit: Herrschaftskritik und Ziel, Macht‑Konzentration durch geloste Beteiligung zu unterbrechen.
Parteigründung: Entstehung, Organisation und interne Struktur: Wie die Losdemokratie‑Partei gegründet und organisatorisch an bestehende Parteienregeln angepasst wurde.
Wahlstrategie: Antritt in Berlin und praktische Hürden: Konkreter Wahlantritt in Berlin, niedrige Ressourcen und unterschiedliche Unterschriftenanforderungen in Bundesländern.
Verfassungsrechtliche Fragen und Grundgesetz‑Debatten: Diskussion der notwendigen Grundgesetz‑Änderungen (z.B. Artikel 38) und der Rolle juristischer Prüfungen.
Skepsis, Risiken und Ausblick: Diskussion von Risiken, Realismus und der langfristigen Perspektive eines kulturellen Wandels hin zu losbasierten Verfahren.

Quellen

StudieResponsivitätsstudie von Armin Schäfer, Lea Elsässer und Svenja Hinse (2015) im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales

RechtGrundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, Artikel 38 (Wahl der Abgeordneten des Deutschen Bundestags)

RechtGrundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, Artikel 1 (Schutz der Menschenwürde)

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

T
Tilo JungHOST

Journalist und Gastgeber von Jung & Naiv, moderiert das Interviewformat und führt durch das Gespräch mit Experten.

Alle Auftritte von Tilo Jung
A
Adela IbrahimGAST

Gründer der Losdemokratie‑Partei, Studium der Philosophie, frühere Tätigkeit als Coach und YouTuber; beschreibt die Idee geloster Bürgerräte, die Parteigründung, praktische Aufbauarbeit in mehreren Bundesländern sowie strategische und verfassungsrechtliche Überlegungen zur Einführung losdemokratischer Verfahren.

Alle Auftritte von Adela Ibrahim

KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.

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