Klartext Energiewende – der Hamburger Experten-Podcast rund um Energie, Klima und Wirtschaft
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Offshore-Wind in Deutschland: Was jetzt passieren muss - Interview mit Frank Spee von Vestas

13. April 2026 · 18 Min.

Deutschlands Offshore-Windausbau steht wegen gescheiterter Auktionen und unattraktiver Rahmenbedingungen vor einem kritischen Punkt – Differenzverträge nach britischem Vorbild und Standardisierung sind der Schlüssel zur Erreichung der Ziele 2030 und darüber hinaus.

Frank Spee von Vestas erörtert die aktuellen Herausforderungen im europäischen Offshore-Windmarkt. Während Deutschland 20 Gigawatt installierter Leistung hat, scheitern Auktionen mangels attraktiver Rahmenbedingungen. Das britische Modell der Contracts for Difference (CFDs) wird als Lösung präsentiert. Parallel müssen europäische Hersteller gegen chinesische Konkurrenz bestehen, während Cybersicherheit und Lieferkettensicherheit an Bedeutung gewinnen. Vestas plädiert für Standardisierung bei 15-Megawatt-Turbinen statt endlosem Größenwachstum, um Kosten zu senken und Qualität zu erhöhen.

Zahlen & Fakten

20 Gigawatt

Gesamtinstallierte Leistung von Vestas-Anlagen in Deutschland über alle 40 Jahre hinweg

500 Megawatt

Umgesetzte Offshore-Windleistung in Deutschland im letzten Jahr

15 Gigawatt

Jährlicher Offshore-Ausbauziel ab 2031 laut Nordseegipfel-Verpflichtung

Weitere 2 Zahlen & Fakten anzeigen

15 Megawatt

Anlagengröße, bei der Vestas Standardisierung und Industrialisierung fordert

236 Meter

Rotordurchmesser der 15-Megawatt-Turbine von Vestas

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Die Krise des deutschen Offshore-Ausbaus: Gescheiterte Auktionen und deren Ursachen · ab 05:09: Deutschland hatte mit altem Auktionssystem zu negative Gebote, führte zu unbezuschlagten Projekten. Danach scheiterten Auktionen, weil Industrie erkannte, dass unter diesen Bedingungen kein rentabler Betrieb möglich ist.
Differenzverträge als Lösung und das britische Erfolgsmodell · ab 07:41: Contracts for Difference (CFDs) wie in Großbritannien schaffen rechtliche Sicherheit für Projektumsetzung. AR7 und AR8 zeigen, dass dieses Modell funktioniert und stabile Kapazitätsplanung ermöglicht.
Europäische Wettbewerbsfähigkeit, Cybersicherheit und Standardisierung · ab 13:20: Chinesische Konkurrenz (Envision, Mingyang) erfordert faire Wettbewerbsbedingungen. Cybersicherheit wird zentral für kritische Infrastruktur. Vestas fordert Standardisierung bei 15-Megawatt-Turbinen statt ständiges Größenwachstum.

Quellen

StudieWindEurope-Analyse zu europäischen Offshore-Wind-Statistiken

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

F
Frank SpeeGAST

Vice President Engineering & Technology Offshore Wind bei Vestas. Niederländischer Windenergie-Experte mit 16 Jahren Berufserfahrung in der Branche. Beschreibt sich selbst als "Energy Optimist" und verfügt über umfassende Kenntnisse zur europäischen Offshore-Windpolitik, Auktionssystemen und technologischen Anforderungen. Spee bewertet regelmäßig internationale Märkte und plädiert für standardisierte Turbinengößen und CFD-basierte Auktionsmodelle.

Alle Auftritte von Frank Spee
A
Astrid DoseHOST

Moderatorin des Podcasts "Klartext Energiewende", tätig beim Cluster Erneuerbare Energien Hamburg. Führt das Interview mit Frank Spee und leitet die Diskussion über Offshore-Wind, europäische Märkte und die Energiewende. Strukturiert das Gespräch thematisch und bezieht sich auf aktuelle Entwicklungen wie den Nordseegipfel im Januar.

Alle Auftritte von Astrid Dose

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