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Klingbeil will Mittel aus Klimafonds umleiten, Hitzetote nach Hitzewelle, Deutschland fördert Tiefsee-Technologie

10. Juli 2026 · 18 Min.

Die Bundesregierung will Milliarden aus dem Klima‑ und Transformationsfonds in den Kernhaushalt umleiten, während eine ungewöhnlich heiße Juniwoche tausende Hitzetote fordert und Deutschland parallel Forschung und Technologien für Tiefseebergbau mit öffentlichen Mitteln fördert, obwohl es sich offiziell für ein Moratorium ausspricht.

Die Folge berichtet über drei zentrale Entwicklungen: Erstens plant das Finanzministerium, 2,7 Milliarden Euro aus dem Klima‑ und Transformationsfonds in den Bundeshaushalt zu verschieben, was Fördermittel für Sanierungen und Heizungsumtausch verringern könnte. Zweitens analysieren die Hosts Daten zur Juni‑Hitzewelle: Rekordtemperaturen und tausende Hitzetote in kurzer Zeit sowie Forderungen nach bundesweiten Schutzmaßnahmen. Drittens beleuchten sie eine Greenpeace‑Recherche, wonach Deutschland zwar ein Moratorium zum Tiefseebergbau unterstützt, zugleich aber öffentliche Gelder in die Entwicklung bergbautechnischer Lösungen steckt.

Zahlen & Fakten

2,7 Milliarden €

Betrag, den das Finanzministerium aus dem Klima‑ und Transformationsfonds in den Kernhaushalt verschieben will.

15,3 Milliarden €

Fördervolumen für effiziente Gebäude im vergangenen Jahr.

knapp 10 Milliarden €

Geplantes Fördervolumen für effiziente Gebäude bis 2030 laut Regierungsplänen.

Weitere 10 Zahlen & Fakten anzeigen

10 Milliarden €

Jährlicher Zuschuss aus dem Sondervermögen 'Infrastruktur und Klimaneutralität' an den Klima‑ und Transformationsfonds.

65 Milliarden €

Jährliche staatliche Subventionen und steuerliche Vergünstigungen für fossile Energieträger und umweltschädliche Aktivitäten (geschätzter Betrag).

60 %

Etwaiger Anteil der Tiefsee an der Erdoberfläche.

5.120

Schätzung des Robert‑Koch‑Instituts für Hitzetote im laufenden Sommer.

4.310

Anzahl der Todesfälle in Deutschland allein in der Woche vom 22. bis 28. Juni, die mit der Hitzewelle in Verbindung gebracht werden.

6.800

Schätzung des Statistischen Bundesamts für die Übersterblichkeit in der heißen Woche vom 22. bis 28. Juni.

20,74 °C

Durchschnittstemperatur im Juni in Westeuropa laut dem Klimadienst Kopernikus.

3 °C

Abweichung der Juni‑Durchschnittstemperatur gegenüber dem Referenzzeitraum 1991–2000.

6000 m

Tiefe, in der Manganknollen auf dem Meeresboden liegen.

43 Staaten

Anzahl der Mitgliedstaaten, die sich für ein Moratorium beziehungsweise strenge Begrenzungen beim Tiefseebergbau aussprechen.

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Organisationen

Themen & Erkenntnisse

Kürzungen im Klima‑ und Transformationsfonds · ab 01:28
Tausende Hitzetote nach Juni‑Hitzewelle · ab 07:09
Deutschlands Rolle bei Tiefsee‑Technologien vs. Moratorium · ab 11:00

Quellen

StudieEU‑Klimadienst Kopernikus – Auswertung zum Juni (Temperaturdaten)

StudieRobert‑Koch‑Institut – Schätzung zu Hitzetoten (Sommerauswertung)

StudieStatistisches Bundesamt – Sterbefalldaten/Übersterblichkeitsauswertung

Weitere 1 Quelle anzeigen

ArtikelGreenpeace – Investigative Recherche zum deutschen Engagement und Finanzierung bei Tiefsee‑Forschung und -Technologien

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

K
Katharina SchipkowskiHOST

Katharina Schipkowski ist Journalistin bei der taz und moderiert das Klima‑Update in wechselnden Episoden. In dieser Folge führt sie durch die Themen, stellt Kontext her und ordnet politische Entscheidungen und Forschungsergebnisse zur Klimapolitik und Extremwetterereignissen ein.

Alle Auftritte von Katharina Schipkowski
S
Sandra KirchnerHOST

Sandra Kirchner ist Moderatorin und Redakteurin bei Klimareporter; sie co‑moderiert das Klima‑Update, analysiert klimapolitische Entwicklungen und diskutiert in der Sendung wissenschaftliche Befunde sowie energie‑ und transformatorische Politikaspekte.

Alle Auftritte von Sandra Kirchner

KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.

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