Kultur kompakt
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Wie sich Autokraten weltweit Nostalgie zunutze machen

19. August 2026 · 25 Min.

Jason Stanley erklärt, wie Autokraten Nostalgie und Angst instrumentalisieren, um Geschichte umzudeuten und Minderheiten zu Sündenböcken zu machen.

In einem Gespräch mit Katharina Briarley erklärt Jason Stanley, wie autokratische und faschistische Bewegungen reale Probleme in eine einfache, nostalgische Erzählung verwandeln, historische Perspektiven ausblenden und Minderheiten als Sündenböcke darstellen. Er nennt Institutionen wie Schulen und Museen als Orte, an denen Geschichte umgedeutet wird, und plädiert für kritisches Zuhören gegenüber den Betroffenen. Die Folge enthält zudem mehrere kurze Kulturberichte zu Musik, Chorprojekten, Skatekultur und Tanztheater.

Rubriken

Organisationen

Themen & Erkenntnisse

Autokratie, Nostalgie und Geschichtsumdeutung · ab 01:00
Nachruf: Armin Brunner und Fernsehen als Kulturmedium · ab 05:25
Wind of Change — schweizerisch-israelisch-palästinensisches Chorprojekt · ab 10:25
Ausstellung „Skate of Mind“ im Musée d’ethnographie Neuenburg · ab 15:07
Tanztheater „Bruits Marrons“ über Rassismus und Solidarität · ab 19:06

Wer spricht

K
Katharina BriarleyHOST

Moderatorin der Sendung «Kultur Kompakt» beim SRF; führt durch die Folge und leitet die Beiträge an.

Alle Auftritte von Katharina Briarley →
J
Jason StanleyGAST

US-Philosoph, forscht zur Theorie und Praxis des Faschismus und ist Autor des Buches 'Gefälschte Geschichte'. Im Gespräch erläutert er Mechanismen der Geschichtsfälschung, verweist auf aktuelle Beispiele (u. a. Maßnahmen unter der Trump-Administration) und bringt persönliche Bezüge zur deutschen Erinnerungskultur ein; Familienmitglieder flohen vor dem Nationalsozialismus, sein Vater sei 1939 aus Berlin geflohen.

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