Lena Gorelik erzählt in «Alle meine Mütter» vielstimmig und empathisch von der Komplexität von Mutterschaft und will gesellschaftliche Bewertung und Kitsch vermeiden.
Im Gespräch mit Katja Schönherr erläutert Lena Gorelik ihr Buch «Alle meine Mütter»: ein kaleidoskopischer Band aus Erzählungen über vielfältige Mutterfiguren, der gängige Klischees und Abrechnungen umgehen will. Gorelik beschreibt sowohl persönliche, autofiktionale Elemente als auch recherchierte Geschichten; zentrale Themen sind Schuldgefühle, gesellschaftliche Beobachtung von Müttern und das Unsichtbare in der Fürsorgearbeit. Ihr Ton ist zärtlich, versöhnlich und bewusst anti‑kitschig.
Zahlen & Fakten
270 Seiten
Umfang von Lena Goreliks Buch «Alle meine Mütter» (Rowohlt)
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• BuchLena Gorelik. «Alle meine Mütter». 270 Seiten. Rowohlt, 2026.
Alle Quellen findest du in der vollständigen FolgeWer spricht
KKatja SchönherrHOST
Katja Schönherr ist SRF-Literaturredaktorin. Sie bringt Lilli Tollkiens Debüt in die Sendung, beschreibt den Roman als temporeich und kraftvoll, analysiert Themen wie Sucht, Vernachlässigung und Grenzverletzungen in der Männer-WG und betont die autobiografisch geprägte Dringlichkeit und die letztliche Befreiungsperspektive der Protagonistin.
Alle Auftritte von Katja Schönherr →LLena GorelikGAST
Lena Gorelik, 1981 in der Sowjetunion (Leningrad/St. Petersburg) geboren, kam im Kindesalter als jüdische Kontingentflüchtling nach Deutschland. Sie wuchs in Stuttgart auf, absolvierte eine Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule und studierte Osteuropa‑Studien; sie lebt in München, ist als Journalistin und Schriftstellerin tätig, veröffentlichte Romane, Essays und Theaterstücke und ist Mutter von zwei Söhnen.
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