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Ärzte: Schwangeren-Versorgung durch Reform gefährdet

4. Juni 2026 · 4 Min.

Die geplante Reform des Beitragsstabilisierungsgesetzes soll Kosten in der ambulanten Versorgung senken, Frauenärzt:innen warnen jedoch, dass dadurch die Betreuung Schwangerer gefährdet werde.

Die Bundesregierung plant mit dem Beitragsstabilisierungsgesetz Einsparungen von rund 2,7 Mrd. Euro in der ambulanten Versorgung; dafür sollen künftig Budgets und Leistungsdeckel stärker gelten, auch für bisher ausgenommene "förderungswürdige Leistungen" wie die Schwangerenbetreuung. Rolf Englisch (Berufsverband der Frauenärztinnen und Ärzte) und der Frauenarzt Christoph Seidel warnen vor Versorgungslücken und der möglichen Verlagerung von Kosten auf Patientinnen. Der GKV-Spitzenverbandssprecher Florian Lanz weist diese Darstellung zurück und betont, die Versorgung qualitativ hochwertig und bezahlbar halten zu wollen. Im Bundestag ist eine erste Beratung des Entwurfs angekündigt.

Themen & Erkenntnisse

Geplante Einsparungen und Änderungen durch das Beitragsstabilisierungsgesetz · ab 00:33
Kritik des Berufsverbands der Frauenärztinnen und Ärzte (Rolf Englisch) · ab 01:03
Praxis-Perspektive: Sorge um Behandlungszugang (Christoph Seidel) · ab 02:09
Stellungnahme des GKV-Spitzenverbands (Florian Lanz) · ab 02:55
Parlamentarischer Ablauf · ab 03:50

Wer spricht

S
Sarah BötscherHOST

Sarah Bötscher ist die Reporterin, die in dieser Folge vor Ort in Mitteldeutschland die Stimmung in der CDU erfragt. Sie führt die Interviews, stellt Fragen an lokale CDU-Vertreter und trägt die Berichte und Reaktionen aus der Basis zusammen.

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R
Rolf EnglischGAST

Vertreter des Berufsverbands der Frauenärztinnen und Ärzte; kritisiert im Beitrag die Streichung von Ausnahmeregelungen und warnt vor pauschalen Einsparungen, die die Schwangerenbetreuung gefährden könnten.

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C
Christoph SeidelGAST

Frauenarzt in Dessau-Roslau; schildert praktische Folgen der Deckelung: Patientinnen könnten nach Erreichen von Mengengrenzen nicht mehr regulär behandelt werden und wären unter Umständen zur Selbstzahlung gezwungen.

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F
Florian LanzGAST

Sprecher des GKV-Spitzenverbands; weist die Kritik zurück, betont die Ziele, die Versorgung qualitativ zu erhalten und langfristig bezahlbar zu machen, und kritisiert Verunsicherung durch die Ärzteschaft.

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