MDR aktuell – Das Beste vom Morgen
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Was hilft gegen Lehrermangel an Thüringer Schulen?

12. Juni 2026 · 4 Min.

Das Land Thüringen zahlt Sonderzuschläge für Referendare in Bedarfsregionen und -fächern; Kritiker sagen, Geld allein reiche nicht, es brauche strukturelle Maßnahmen.

Die Landesregierung bietet Referendaren, die ihr Referendariat in Bedarfsregionen oder -fächern absolvieren, einen Sonderzuschlag von 70 Prozent auf das Grundgehalt an; das Programm läuft seit Jahresbeginn und wird bisher nur von einem Teil genutzt, so das Bildungsministerium (Lisa Bönsel). Paul Menger (GEW) kritisiert die fünfjährige Bindungsklausel und fordert statt Geld lieber strukturelle Angebote. Ulrike Große-Rötig (Linke) sieht Zuschläge als kurzfristige Lösung und plädiert für grundsätzliche Entscheidungen zur Schulstruktur; das Programm soll nächstes Jahr überprüft werden.

Zahlen & Fakten

70 %

Höhe des Sonderzuschlags auf das Grundgehalt für Referendare in Bedarfsregionen/-fächern

knapp 1.700 €

Grundgehalt, auf das der 70%-Zuschlag gewährt wird

33 %

Ungefährer Anteil der Referendare, die die Zuschläge bisher in Anspruch nehmen (laut Bildungsministerium)

Weitere 5 Zahlen & Fakten anzeigen

124

Anzahl der Referendare, die im Mai in Thüringen begonnen haben

45

Anzahl der Referendare mit Anspruch auf Sonderzulage von den 124 Einsteigern

19

Anzahl der Antragsteller auf den Sonderzuschlag

15

Anzahl der bewilligten Zuschläge

5 Jahre

Mindestbindungsfrist an Schule/Region, die Voraussetzung für den Erhalt des Zuschlags ist

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Sonderzuschläge und aktuelle Programmdaten · ab 00:30
Kritik an der Bindungsklausel und alternative Förderformen · ab 01:59
Langfristige Reformdebatte und politische Perspektiven · ab 02:58

Quellen

Thüringer Bildungsministerium (Angaben zur Inanspruchnahme und Bedingungen der Sonderzuschläge durch Sprecherin Lisa Bönsel)

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (Äußerungen von Paul Menger zum kritisierten Bindungsmodell und zu Alternativvorschlägen)

Die Linke im Thüringer Landtag (Stellungnahme von Ulrike Große-Rötig zur langfristigen Notwendigkeit struktureller Entscheidungen bei Schulstrukturen)

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

L
Lisa BönselGAST

Sprecherin des Thüringer Bildungsministeriums. Im Beitrag gibt sie Auskünfte zur Umsetzung der Sonderzuschlagsregelung für Referendare, nennt Zahlen zur Inanspruchnahme und erklärt Bedingungen wie die fünfjährige Bindungspflicht.

Alle Auftritte von Lisa Bönsel
P
Paul MengerGAST

Referent für das junge Lehramt bei der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Er kommentiert die Maßnahme kritisch, betont die Nachteile der Bindungsklausel und plädiert für strukturorientierte Förderinstrumente statt reiner Geldzuschläge.

Alle Auftritte von Paul Menger
U
Ulrike Große-RötigGAST

Bildungspolitische Sprecherin der Linken im Thüringer Landtag. Sie bezeichnet Sonderzuschläge als kurzfristige Lösung und fordert grundsätzliche Entscheidungen zur Schulstruktur, etwa die Prüfung von Gemeinschaftsschulen zur effizienteren Nutzung von Personal.

Alle Auftritte von Ulrike Große-Rötig

KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.

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