Erosion der Qualitätsstandards? Warnung vor schlechten Meinungsumfragen
13. August 2026 · 8 Min.
Nicht-zufällig rekrutierte Meinungsumfragen (Selbstselektion) liefern häufig verzerrte, oft extreme Ergebnisse; Medien sollten die Methodik kritisch prüfen, bevor sie solche Umfragen verbreiten.
Die European Survey Research Association (ESRA) und Forschende wie Ulrich Kohler warnen vor einer Erosion methodischer Qualitätsstandards bei Meinungsumfragen. Zentral ist die Forderung nach Zufallsauswahl statt Selbstselektion, weil zufallsbasierte Stichproben theoretisch und empirisch bessere Ergebnisse liefern. Gründe für die Zunahme minderwertiger Umfragen sind Digitalisierung, Kosten- und Aufmerksamkeitsdruck. Medien sollen Methodeninforma-tionen verlangen und eigene Routinen überprüfen.
Themen & Erkenntnisse
Wer spricht
KKatrin KühnHOST
Redakteurin in der Wissenschaftsredaktion des Deutschlandfunks, berichtet im Format 'Medias Rees' über Wissenschafts‑ und Medienthemen. In dieser Folge führte sie das Interview zum Thema Umfragemethodik und erläuterte Empfehlungen der Fachgemeinschaft gegenüber Medien.
Alle Auftritte von Katrin Kühn →UUlrich KohlerGAST
Professor für Methoden der empirischen Sozialforschung an der Universität Potsdam; an der ESRA‑Stellungnahme beteiligt. Im Interview argumentiert er, dass zufallsbasierte Stichproben theoretisch und empirisch deutlich bessere, verallgemeinerbare Ergebnisse liefern als Selbstselektion.
Alle Auftritte von Ulrich Kohler →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.