Kolumne: Sachsen-Anhalt ist kleiner als man denkt
2. September 2026 · 4 Min.
Medien sollten hohe Prozentwerte (z. B. 42 %) stets mit der absoluten Stimmenzahl (z. B. 600.000) und der politischen Bedeutung einordnen, statt durch vorauseilenden Gehorsam autoritäre Parteien zu normalisieren.
Marina Weismand nimmt einen Leserbrief zum Anlass, die mediale Fixierung auf Prozentzahlen bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zu kritisieren. Sie betont, dass 42 % in einem bevölkerungsarmen Land nur etwa 600.000 Stimmen entsprechen, räumt aber ein, dass Prozente politische Macht und Sitzverteilungen abbilden. Hauptkritikpunkt ist der vorauseilende Gehorsam der Medien, der zur Normalisierung autoritärer Parteien führt; als Gegenstrategie fordert sie klare Benennung von Lügen und Autoritarismus.
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Marina Weismand ist Kolumnistin der Medias-Rees-Kolumne beim Deutschlandfunk. In dieser kurzen Kolumne kommentiert sie die mediale Berichterstattung zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, kritisiert die Fixierung auf Prozentzahlen und warnt vor vorauseilendem Gehorsam und der Normalisierung autoritärer Parteien.
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