Mission Energiewende
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El Niño: Wie sich das Wetterphänomen auswirkt

11. August 2026 · 14 Min.

El Niño baut sich im Pazifik auf und könnte 2027 erhebliche zusätzliche Erwärmung, regionale Extremwetterereignisse und spürbare Preissteigerungen bei Lebensmitteln verursachen, wobei die genaue Stärke unsicher bleibt.

Die Folge erklärt, wie El Niño durch eine Abschwächung der Passatwinde entsteht und warmes Oberflächenwasser vor Südamerika sammelt. Messdaten aus Bojen und Klimamodelle erlauben Vorhersagen Monate im Voraus, doch die genaue Stärke ist schwer vorherzusagen. Prognosen reichen von einem starken Ereignis bis zu möglichen Rekordwerten, mit Folgen wie Dürren, Starkregen und globalen Preissteigerungen bei Lebensmitteln. Langfristige Bewertungen sollten jedoch die Klimatrends berücksichtigen, nicht nur einzelne heiße Jahre.

Zahlen & Fakten

15–20 %

Kürzung der Ernteprognosen durch den brasilianischen Verband der Kaffeeindustrie

15,8 %

von Goldman Sachs prognostizierter Anstieg der globalen Lebensmittelpreise in Folge von El Niño und bestehenden Krisen

1,3 %

von Goldman Sachs angenommener Anstieg der Lebensmittelpreise in der Eurozone (Effekt könnte bis 2028 anhalten)

Weitere 7 Zahlen & Fakten anzeigen

2 bis 7 Jahre

typische Häufigkeit, mit der sich ein El Niño im Pazifik aufbaut

0,1 bis 0,2 °C

durchschnittliche Anhebung der globalen Temperatur während eines El Niño-Ereignisses (typischer Wert)

3,6 °C

Prognose des Europäischen Wetterinstituts für die Erwärmung des Pazifiks in diesem Ereignis

2,75 °C

Erwärmungsstärke des bisher stärksten gemessenen El Niño 2015–2016 (zum Vergleich)

6 Monate

typische Vorhersagereichweite, mit der sich ein El Niño mehrere Monate im Voraus erkennen lässt

300 m

Tiefe, in der das Messsystem im tropischen Pazifik (Bojen) Daten erfasst

1,5 °C

Schwelle, deren Überschreiten für manche Expert:innen im Gespräch als möglich genannt wird, aber nicht überbewertet werden sollte

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Einstieg: El Niño und aktuelle Lage · ab 00:00: Einführung in El Niño, historische Beobachtung und die aktuelle Diskussion um ein starkes Ereignis 2027.
Entstehung, Messung und Vorhersageunsicherheit · ab 01:42: Wie El Niño entsteht, wie Ozeandaten und Modelle zur Vorhersage genutzt werden und warum die Stärke unsicher bleibt.
Regionale Folgen, wirtschaftliche Effekte und Ausblick · ab 08:47: Regionale Wetterextreme, mögliche Ernteausfälle und starke Lebensmittelpreissteigerungen; langfristiger Blick statt Überbewertung eines heißen Jahres.

Quellen

Europäisches Wetterinstitut (Prognose: Erwärmung des Pazifiks um 3,6 °C)

Goldman Sachs (Analystenwarnung: Anstieg der globalen Lebensmittelpreise um 15,8 %, Eurozone +1,3 % bis 2028)

Brasilianischer Verband der Kaffeeindustrie (Korrektur der Ernteprognosen um 15–20 %)

Weitere 1 Quelle anzeigen

RedeMojib Latif (Aussage zur Unsicherheit bei der Vorhersage der Stärke von El Niño und zu Messmethoden im tropischen Pazifik)

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

I
Ina LebedjevHOST

Ina Lebedjev ist als Sprecherin im Beitrag am Mikrofon zu hören und führt durch die Lage am Freitagmorgen im SPIEGEL Update.

Alle Auftritte von Ina Lebedjev
M
Marisa BeckerGAST

Marisa Becker ist Kollegin bei detektor.fm und recherchierte die Folge zur Ostsee. Sie fasst Befunde zusammen und erklärt Probleme wie Eutrophierung, PFAS-Belastung, Mikroplastik, Munition und Vibrionen sowie deren Auswirkungen auf Ökosystem und Badegäste.

Alle Auftritte von Marisa Becker
M
Mojib LatifGAST

Klimaforscher und Meteorologe vom Guiomar Helmholtz Zentrum für Ozeanforschung in Kiel; erläutert Unsicherheiten bei Stärkevorhersagen von El Niño und die Bedeutung von Ozeanmessungen.

Alle Auftritte von Mojib Latif

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