Mord im Pott
Mord im Pott
Mord im Pott

"Mord im Pott" geht weiter!

31. Dezember 2024 · 44 Min.

Gewalt gegen Frauen und Femizide sind ein strukturelles gesamtgesellschaftliches Problem, das konsequent als Mord mit niedrigen Beweggründen verfolgt und geahndet werden muss.

Die letzte Folge von Mord im Pott 2024 behandelt einen Femizid aus dem Jahr 2017 in Duisburg, bei dem ein Mann seine Ehefrau auf offener Straße erstach. Moderatorin Selina Stolze spricht mit Oberstaatsanwältin Kim Ermisch über die Schwierigkeiten, solche Partnerschaftstötungen juristisch als Mord zu verfolgen. Die Folge zeigt die lange Leidensgeschichte des Opfers, die Planmäßigkeit der Tat und die letztlich erfolgreiche Anklage wegen Mordes aus niedrigen Beweggründen. Der Podcast wird 2025 mit neuen Folgen fortgesetzt.

Zahlen & Fakten

1 %

Anstieg der Femizide gegenüber dem Vorjahr 2022

6,2 %

Anstieg der Sexualstraftaten gegenüber 2022

5,6 %

Anstieg der Fälle häuslicher Gewalt gegenüber 2022

Weitere 12 Zahlen & Fakten anzeigen

25 %

Anstieg der digitalen Gewalt

938

Versuchte und vollendete Femizide im Jahr 2023

360

Todesfälle durch Femizide im Jahr 2023

52.330

Sexualstraftaten gegen Frauen und Mädchen 2023

180.715

Fälle häuslicher Gewalt gegen Frauen und Mädchen 2023

17.193

Opfer von digitaler Gewalt 2023

20 Jahre

Dauer der Ehe zwischen Täter und Opfer

16 Zentimeter

Klingenlänge des Flittiermessers, mit dem die Tat begangen wurde

24. September 2017

Tattag des Femizids in Duisburg

Juli 2018

Zeitpunkt des Urteils gegen Ali (lebenslange Haft)

30 Jahre

Berufserfahrung von Kim Ermisch als Staatsanwältin

15 Jahre

Mindestdauer bis zur möglichen Überprüfung auf Straffreiheit bei lebenslanger Haft

Themen & Erkenntnisse

Femizide in Deutschland: Statistiken und gesamtgesellschaftliches Problem · ab 01:50: BKA-Bericht dokumentiert kontinuierlichen Anstieg von Gewalt gegen Frauen und Mädchen in nahezu allen Bereichen, Femizide sind strukturelles Problem.
Der Femizid von Duisburg 2017: Tat, Ermittlungen und juristische Bewertung · ab 04:39: Mann ersticht seine Ehefrau auf offener Straße nach 20-jähriger Misshandlung; Anklage wegen Mordes aus niedrigen Beweggründen wird erfolgreich durchgesetzt.
Juristische Herausforderungen und gesamtgesellschaftliche Lösungen bei Femiziden · ab 26:14: Mangelnde Anerkennung von niedrigen Beweggründen bei Partnerschaftstötungen, Unterfinanzierung von Frauenhilfe und Forderung nach strukturellen Reformen.

Quellen

StudieBundeskriminalamt: Lagebericht zu Straftaten an Frauen und Mädchen, veröffentlicht 19. November 2024

RechtIstanbuler Konvention (seit 2018 von Deutschland ratifiziert)

Wer spricht

S
Selina StolzeHOST

Moderatorin und Co-Redakteurin des True-Crime-Podcasts Mord im Pott. Sie führt die Episode und die Diskussion mit Kim Ermisch. Stolze legt großen Wert auf die Thematisierung von Gewalt gegen Frauen und setzt sich mit persönlichen Kommentaren für eine gesellschaftliche Auseinandersetzung mit Femiziden ein.

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K
Kim ErmischGAST

Oberstaatsanwältin und Leiterin der Kapitalabteilung der Staatsanwaltschaft Duisburg. Türkischstämmig, erste Frau in dieser leitenden Position bei der Staatsanwaltschaft Duisburg. War für den Duisburger Femizidfall zuständig und arbeitete an der Anklage wegen Mordes aus niedrigen Beweggründen. Mit knapp 30 Jahren Berufserfahrung als Staatsanwältin spezialisiert auf Gewalt gegen Frauen.

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M
Matthias TheisHOST

Co-Host und Redakteur des Podcasts Mord im Pott. Er eröffnet die Episode und würdigt die Leidenschaft des Redaktionsteams sowie die Unterstützung der Hörer, die zum Weitermachen der Serie führte. Markiert die Fortführung des Podcasts 2025.

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