Die aktuellen Krawalle in Belfast erinnern an Nordirlands blutige Vergangenheit, sind aber Ausdruck gegenwärtiger sozialer Spannungen rund um Migration – nicht ein Rückfall in den alten politischen Konflikt.
Belfast erlebt die heftigsten Krawalle seit Jahren: Ausgelöst durch einen Messerangriff eines Mannes aus dem Sudan auf einen Nordiren, eskalieren die Proteste in gewalttätige Ausschreitungen gegen Migranten. Die Bilder von brennenden Häusern und Autos wecken Erinnerungen an die Troubles – den bewaffneten Konflikt zwischen Protestanten und Katholiken, der von 1960 bis 1998 dauerte. Historikerin Corinna Hauswedell erklärt, dass die heutige Gewalt zwar mit diesem alten Konflikt nichts zu tun hat, aber auf einem Boden aufwächst, der durch Jahrzehnte von Gewalt geprägt wurde. Belfast bemüht sich seit 1998 um Frieden und ist sogar zur „City of Sanctuary" für Asylsuchende geworden – ein ironischer Gegensatz zu den aktuellen Ausschreitungen.
Rubriken
Themen & Erkenntnisse
KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
