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Messerattacke: Ist Winterthur noch immer «Islamismus-Hochburg»?

29. Mai 2026 · 16 Min.

Winterthur stand schon vor zehn Jahren im Fokus als Islamismus-Hochburg – der aktuelle Messeranschlag zeigt, dass das Radikalisierungspotenzial trotz präventiver Massnahmen weiterhin besteht.

Ein 31-jähriger schweizerisch-türkischer Mann greift am Bahnhof Winterthur mehrere Passanten mit einem Messer an und verletzt drei Personen schwer. Die Tat wird schnell als Terrorakt eingeordnet. Dies erinnert an die Situation vor zehn Jahren, als Winterthur als Hochburg des Islamismus galt, mit der berüchtigten An-Nur-Moschee als Zentrum der Radikalisierung. Seitdem hat die Stadt präventive Massnahmen wie eine Fachstelle für Extremismus gegründet, doch bleibt das Risiko bestehen.

Zahlen & Fakten

40–50 Personen

Harter Kern von Islamisten, die 2014–2015 in Winterthur aktiv waren

über 200 Beratungen

Durchgeführt von der Fachstelle FSEG (Extremismus und Gewaltprävention) in ihren ersten fünf Jahren

rund 140 Strafverfahren

Von der Bundesanwaltschaft im letzten Jahr im Zusammenhang mit islamistischem Terrorismus geführt

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Der Angriff und seine unmittelbaren Folgen · ab 00:08
Winterthurs Geschichte als Islamismus-Hochburg: Die An-Nur-Moschee und die IS-Radikalisierungen · ab 03:41
Massnahmen gegen Extremismus und deren Grenzen: Fachstelle FSEG und die Gegenwart · ab 07:35

Quellen

ArtikelBericht der NZZ über Problemquartier in Winterthur mit bis zu 40 möglichen Islamisten

StudieBericht der Kantonspolizei Zürich von 2015 zum Verstoss gegen das IS-Verbot durch den späteren Angreifer

StudieTätigkeitsbericht der Fachstelle Extremismus und Gewaltprävention (FSEG) Winterthur zu Beratungen in den ersten fünf Jahren

Weitere 4 Quellen anzeigen

StudieLageberichte der Schweiz zu islamistischen Attentaten

StudieBericht der Bundesanwaltschaft zu rund 140 Strafverfahren im Zusammenhang mit islamistischem Terrorismus im letzten Jahr

StudieBericht des NDB (Nachrichtendienst des Bundes) zum erhöhten Risiko islamistischer Anschläge

StudieBericht der integrierten Psychiatrie Winterthur (IPW) zur externen Administrativuntersuchung des Falles

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

D
Daniel GlausGAST

Extremismus-Experte bei der Schweizer Radio- und Fernsehgesellschaft SRF, spezialisiert auf Radikalisierungsprozesse und islamistische Bewegungen in der Schweiz. Analysiert gesellschaftliche Sicherheitsrisiken und trägt als Fachkommentator zu aktuellen Debatten bei.

Alle Auftritte von Daniel Glaus
N
Nicolas GalladéGAST

SP-Stadtrat und Vorsteher des Sozialdepartements Winterthur, verantwortlich für die Fachstelle Extremismus und Gewaltprävention. Engagiert sich in der öffentlichen Debatte zu Sicherheit und Prävention in der Stadt.

Alle Auftritte von Nicolas Galladé
S
Salvador AtasoyHOST

Journalist und Moderator bei SRF Radio; präsentiert und moderiert die Sendung »News Plus« auf SRF 4 News und führt in dieser Folge durch die Einordnung und das Gespräch zur Piusbruderschaft.

Alle Auftritte von Salvador Atasoy

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