Peter und der Wald
Peter und der Wald
Peter und der Wald

Waldspaziergang: So wird aus einer Wiese ein Wald

22. Juni 2026 · 39 Min.

Mit gezielten Maßnahmen (Abschälen von Bahnen, Auswahl geeigneter Pionierbaumarten und einfacher Schutz gegen Verbiss) kann eine Wiese binnen etwa zwölf Jahren zu einem jungen Laubwald heranwachsen.

An einem Praxisbeispiel erklärt Peter, wie er vor über zwölf Jahren als Förster eine viehgenutzte Wiese in der Eifel in eine Aufforstungsfläche umwandelte. Er beschreibt die biologischen Hürden (Gras, Wühlmäuse, Verbiss), die praktischen Maßnahmen (Abschälen schmaler Bahnen, Pflanzung von Birke und Buche, einfache Schutzmarkierung) und die ökologischen Effekte (Bodentransformation, Artenzuzug, lokale Klimakühlung). Langfristiges Denken und Geduld sind entscheidend.

Zahlen & Fakten

700 € pro ha

Frühere Prämie pro Hektar für Heumachen/Viehnutzung, im Vergleich zu möglichen Zahlungen für Klimaleistungen

500 € pro Jahr

Ungefährer Betrag, den eine umgewandelte Fläche durch messbare Kühlung einbringen könnte (Beispielrechnung im Beitrag)

12 Jahre

Dauer des vorgestellten Aufforstungsprojekts bis zum gezeigten Zustand

Weitere 5 Zahlen & Fakten anzeigen

12 m

Geschätzte Höhe der Birken nach zwölf Jahren

1 m/Jahr

Ungefähre durchschnittliche Jahreszuwachsrate der Birken (12 m in 12 Jahren)

100 Jahre

Erwähnte Studienzeitordnung, bis zu der sich manche Waldeigenschaften entwickeln können (zeitliche Einordnung für vollständige Ökosystementwicklung)

100.000 km²

Angabe zur Fläche tierischer Futterflächen in Deutschland, die in der Folge genannt wurde

1,5 km

Entfernung zu einem nahegelegenen alten Buchenwald/Reservat, das als Quelle für Pilzsporen, Kleinstlebewesen und Samen genannt wurde

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Warum Wiesen schwer wieder zu Wald werden · ab 01:32: Hohe Lichtzufuhr fördert Gras, Mäuse und Verbiss, sodass junge Bäume in Wiesen oft abgefressen werden und Sukzession lange dauert.
Konkrete Aufforstungsmaßnahmen auf der Wiese · ab 08:03: Abschälen schmaler Bahnen, Pflanzung von Pionier- und Folgearten sowie einfache Schutzmaßnahmen gegen Verbiss.
Ergebnisse nach zwölf Jahren und ökologische Wirkung · ab 12:39: Nach zwölf Jahren: geschlossenes Kronendach, weniger Gras, Boden- und Artenentwicklung in Richtung Wald, lokale Klimawirkung sichtbar.

Quellen

StudieUntersuchung der RWTH Aachen (Uni Aachen) zu Springschwanz-Gemeinschaften in Waldböden (Studie über Kollembolen-Zusammensetzungen)

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

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