Quarks Daily
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Therapie für alle? - Warum nicht jede Krise eine Krankheit ist

1. Juni 2026 · 23 Min.

Nicht jede Krise ist automatisch eine psychische Krankheit; Therapie ist für viele hilfreich, aber nicht universal nötig, und Jobstress entsteht oft durch Rollenunklarheit, nicht nur durch Arbeitsmenge.

Die Folge erklärt, warum nicht jede seelische Krise eine Krankheit ist und nennt Gründe für die steigende Sichtbarkeit von Psychotherapie (Enttabuisierung, therapeutic turn, Social Media). Gleichzeitig thematisiert sie Versorgungsengpässe: Nachfrage steigt, Kapazitäten bleiben begrenzt. Im zweiten Segment zeigt eine Analyse, dass beruflicher Stress häufig durch Rollenunklarheit und widersprüchliche Erwartungen hervorgerufen wird, nicht allein durch mehr Arbeit.

Zahlen & Fakten

50 %

Anteil der Menschen, die im Leben mindestens einmal eine psychische Erkrankung entwickeln ("jede zweite Person")

7,5 %

Circa Anstieg der Behandlungsfälle 2025 im Vergleich zu 2021 (in Prozentangabe laut Folge)

16 %

Anteil der Personen, die ihre psychische Erkrankung laut Bericht aufgrund von Internetinformationen selbst beschreiben (AXA-Report-Angabe)

Weitere 5 Zahlen & Fakten anzeigen

29

Anzahl der Länder im WHO‑Vergleich zur Lebenszeitprävalenz psychischer Erkrankungen

5 Monate

Maximale Wartezeit auf einen Therapieplatz laut Bundestherapeutenkammer, wie in der Folge genannt

10 Jahre

Bis zu verkürzte Lebenserwartung bei psychischen Erkrankungen, wie in der Folge erwähnt

>500

Anzahl der Studien, die in der genannten Meta‑Analyse zum Arbeitsstress ausgewertet wurden

~780.000

Insgesamte Teilnehmendenzahl in der erwähnten Meta‑Analyse zu Arbeitsstress

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Braucht jede:r Therapie? Abgrenzung von Krisen und Erkrankungen · ab 01:00
Versorgungslage: Nachfrage, Kapazitätsgrenzen und erste Anlaufstellen · ab 05:29
Stress im Job: Rollenunklarheit und Rollenkonflikte als zentrale Faktoren · ab 13:48

Quellen

StudieWHO (Vergleich zu 29 Ländern zur Lebenszeitprävalenz psychischer Erkrankungen, im Podcast genannt)

StudieAXA Mental Health Report (im Podcast ausdrücklich genannt)

StudiePaper von zwei Psychologen, Universität Duisburg‑Essen (2024) zur Debatte: Abgrenzung von Lebensleid und psychischer Erkrankung (im Podcast erwähnt)

Weitere 2 Quellen anzeigen

StudieStudie, Universität Mainz (2021) zur psychotherapeutischen Sprechstunde und deren Wirkung auf Wartezeiten (im Podcast genannt)

StudieStudien der Universität Greifswald und der Universität Marburg (im Podcast genannt) zu Fragebögen über Bewältigung kleinerer Krisen ohne Therapie

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

I
Ina PlodrochHOST

Ina Plodroch moderiert die Folge 'Quarks Daily' und führt durch die Themen. Sie kündigt die Beiträge an, stellt Fragen an die Mitarbeitenden des Quarks-Teams und fasst Erkenntnisse zusammen.

Alle Auftritte von Ina Plodroch
F
Feline ElsterGAST

Mitglied des Quarks‑Teams, hat die Recherche zu Altersunterschieden in Beziehungen zusammengefasst und Forschungsergebnisse präsentiert.

Alle Auftritte von Feline Elster
S
Sabrina LoyGAST

Sabrina Loy aus dem Quarks‑Team erläutert Forschungsergebnisse zu Stress am Arbeitsplatz: Sie fasst Befunde aus einer großen Meta‑Analyse zusammen, erklärt Rollenunklarheit und Rollenkonflikte und gibt praktische Hinweise zu Führungs‑ und Teammaßnahmen gegen berufliche Belastung.

Alle Auftritte von Sabrina Loy

KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.