Insolvenzen sind komplexe Machtspiele zwischen Gläubigern und Schuldnern, in denen rechtliche Regeln, wirtschaftliche Interessen und Reformen darüber entscheiden, ob ein Unternehmen gerettet oder abgewickelt wird.
Die Folge zeichnet den Wandel vom antiken, strafenden Umgang mit Schuldnern bis zur modernen Insolvenzordnung nach. Sie erklärt Ursachen von Firmenpleiten, die Rollen von Gläubigern, Arbeitnehmern und Insolvenzverwaltern sowie die praktische Verteilung knapper Mittel. Anhand historischer und aktueller Beispiele (z. B. Bremer Vulkan, Quelle, Wirecard) zeigt die Sendung, wie Reformen – etwa die Insolvenzordnung von 1999 oder Schutzschirmverfahren – das Verhältnis zwischen Schuldnern und Gläubigern verändert haben. Insgesamt betont der Beitrag die wirtschaftlichen und sozialen Folgen großer Pleiten.
Rubriken
Themen & Erkenntnisse
Wer spricht
MMaike BroskaHOST
Journalistin und Produzentin dieses Beitrags; Autorin beim BR (in den Shownotes als Maike Brzoska angegeben) und Sprecherin, die die Geschichte und Reformen des Insolvenzrechts zusammenfasst.
Alle Auftritte von Maike Broska →CChristoph G. PaulusGAST
Insolvenzrechtler, emeritierter Professor an der Humboldt-Universität Berlin und Autor des Buches »Große Pleiten und die Wege des Insolvenzrechts«; liefert rechtliche Einordnungen zur Machtbalance zwischen Gläubigern und Schuldnern.
Alle Auftritte von Christoph G. Paulus →PPeter KranzuschGAST
Sozialwirt und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Mittelstandsforschung in Bonn; erklärt ökonomische Ursachen von Insolvenzen, Branchenrisiken und die regionalen sozialen Folgen großer Firmenpleiten.
Alle Auftritte von Peter Kranzusch →JJasper KunstreichGAST
Historiker am Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie in Frankfurt am Main; kommentiert die historischen Wurzeln des Konkursbegriffs und moralische Deutungen von Schuld und Gläubigern.
Alle Auftritte von Jasper Kunstreich →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.