Klimawandel und Wildtierwanderungen - Wenn Tier neue Wege gehen müssen
18. Juni 2026 · 23 Min.
Der Klimawandel verschiebt Wanderzeiten und -routen vieler Tierarten, schafft neue Konkurrenzverhältnisse und erfordert gezieltes Monitoring sowie gezielte Schutzmaßnahmen, um Verlierer zu unterstützen und Konflikte zu vermindern.
Die Folge erläutert, wie veränderte Licht‑ und Temperatursignale, neu entstandene Vegetationsstrukturen und veränderte Nahrungsverfügbarkeiten Zugvögel, Huftiere, Meeressäuger und Waldbewohner zu anderen Routen und Ausweichbewegungen zwingen. Expert:innen wie Ilse Storch, Wiebke Peters, Mark Peter Simmons, Marco Heurig und Lars Gorschlüter geben Beispiele (Auerhuhn, Moschus‑Ochsen, Wale, Elefanten) und diskutieren Monitoring‑Projekte (z. B. IKARUS) sowie Schutzmaßnahmen von Gebietspriorisierung bis Wasserlöchern.
Zahlen & Fakten
100 bis 150 Meter
Mittlerer Höhenanstieg, um den verwandte Arten in den Bergen im Schnitt beobachtet werden.
nicht mehr alle 3 bis 5 Jahre → nur noch alle 6 bis 10 Jahre
Veränderung des Geburtenintervalls beim Atlantischen Nordkaper infolge von Futtermangel.
mehr als 50
Anzahl der Artenschutzprojekte, die die NGO Safe Wildlife in Botswana betreibt (seit 2010).
Weitere 3 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
mehr als 70
Anzahl der Rothirsche, die mit Sendern ausgestattet wurden, um Migrationsbewegungen zu untersuchen.
1970er Jahre
Beginn langjähriger Datenerhebungen in Nationalparks wie Bayerischer Wald und Berchtesgaden.
seit dem Jahr 2010
Beginn der Erarbeitung des Atlas der Huftierwanderungen durch die Bonner Konvention (CMS).
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• IKARUS (Internet der Tiere), initiiert vom Max-Planck-Institut für Verhaltensforschung (Tier-Tracking-Projekt, Echtzeit‑Datenübermittlung)
• Bonner Konvention (CMS) – Atlas der Huftierwanderungen (Erfassung und laufende Aktualisierung von Migrationskorridoren seit 2010)
• Mark Peter Simmons, Meeresschutzorganisation Oceancare (Aussagen zu Futtermangel, Konditionseinbußen und veränderten Reproduktionsintervallen bei Walen)
Alle Quellen findest du in der vollständigen FolgeWer spricht
IIlse StorchGAST
Ilse Storch leitet den Lehrstuhl für Wildtierökologie und Management an der Universität Freiburg und forscht seit den 1980er Jahren zu Auerhühnern in den bayerischen Voralpen; sie erklärt Verschiebungen der Habitatnutzung und empfiehlt Priorisierungen für Schutzgebiete.
Alle Auftritte von Ilse Storch →WWiebke PetersGAST
Wiebke Peters arbeitet an der Bayerischen Landesanstalt für Wald- und Forstwirtschaft, forscht im Bayerischen Wald und hat Moschus‑Ochsen in der Arktis beobachtet; sie spricht über Konkurrenzverschiebungen, Parasitenprobleme und Verhaltensanpassungen bei Huftieren.
Alle Auftritte von Wiebke Peters →MMark Peter SimmonsGAST
Mark Peter Simmons von der Meeresschutzorganisation Oceancare erforscht Meeressäuger und erläutert Beobachtungen zu Futtermangel, Körperkondition und verlängerten Geburtenintervallen bei Walen sowie Herausforderungen beim Umlenken von Schutzgebieten.
Alle Auftritte von Mark Peter Simmons →MMarco HeurigGAST
Marco Heurig arbeitet im Nationalpark Bayerischer Wald; er kommentiert Ausbreitungstendenzen von Arten wie Goldschakal und Wildkatze in Mitteleuropa und den Einfluss milderer Winter auf deren Verbreitung.
Alle Auftritte von Marco Heurig →LLars GorschlüterGAST
Lars Gorschlüter leitet die NGO Safe Wildlife und berichtet über Artenschutzprojekte in Botswana (seit 2010 mehr als 50 Projekte); er beschreibt praktische Maßnahmen wie Brunnenbohrungen und Wasserlöcher zur Sicherung alter Elefantenrouten.
Alle Auftritte von Lars Gorschlüter →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.