Radiowissen – BR
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Pflanzenjäger auf Abenteuerreise - Wie man früher seltene Arten aufspürte

15. Juni 2026 · 23 Min.

Pflanzensammeln war historisch ein gefährlicher, oft kommerziell motivierter Beruf, der von Entdeckerdrang bis zu rücksichtsloser Ausbeutung reichte und heute durch internationale Schutzregelungen begrenzt wird.

Die Folge zeichnet die Geschichte der Pflanzenjäger nach: von antiken Expeditionen über klösterliche Sammlungen bis zum goldenen Jahrhundert der Botanik. Im 19. Jahrhundert trieben Handelsinteressen und Gärtnereien weltweit Sammler in teils lebensgefährliche Einsätze. Technische Neuerungen wie der Ward’sche Kasten und botanische Gärten erleichterten den Transfer lebender Pflanzen. Schließlich führte Übernutzung mancher Arten zum internationalen Schutz, etwa durch das Washingtoner Artenschutzabkommen.

Zahlen & Fakten

24

Anzahl der Kanus in der Eingangsszene mit bewaffneten Männern

3

Anzahl der Drobium phallianopsis-Exemplare in Europa Ende der 1880er Jahre

20

bis zu 20 Leuten gleichzeitig, die für große Gärtnereien weltweit Pflanzen sammelten

Weitere 6 Zahlen & Fakten anzeigen

1500 v. Chr.

ungefährer Zeitpunkt der Hatschepsut-Expedition zur Pflanzenbeschaffung

1753

Jahr, in dem Linné seine Systematik veröffentlichte

1835

Beginn der Nutzung des Ward’schen Kastens zum Transport lebender Pflanzen

1975

Inkrafttreten des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES)

11.000

ungefähr zurückgelegte Kilometer von David Douglas auf seinen Sammelreisen (Nordamerika)

10

knapp 10 Tage Keimfähigkeit der Muskatnuss, zu kurz für viele Seereisen

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Einstieg und historische Wurzeln der Pflanzenjagd · ab 00:11
Abenteuer, Kommerz und Technik im 18. und 19. Jahrhundert · ab 00:30
Folgen der Sammelleidenschaft und heutige Schutzregelungen · ab 21:53

Quellen

BuchRenate Hücking und Kay Hilscher: 'Pflanzenjäger, Männer und Frauen' (Buch, im Transkript genannt)

BuchGeorg Rumpf (Rumpfius): 'Herbarium Aboniense' (im Transkript benanntes Werk)

ArtikelKarl von Linné: 'Lob des Naturforschers' (Aufsatz, 1737, im Transkript genannt)

Weitere 1 Quelle anzeigen

RechtWashingtoner Artenschutzabkommen (CITES, 1975, im Transkript genannt)

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

B
Beate HimmelstoßHOST

Sprecherin, trug Teile der Episode vor und kommentierte historische Abläufe; als eine der in den Credits genannten Stimmen präsent.

Alle Auftritte von Beate Himmelstoß
A
Andreas NeumannHOST

Sprecher in dieser Radio Wissen‑Folge; moderiert und trägt Passagen des Beitrags vor.

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N
Nils KösterGAST

Promovierter Biologe am Botanischen Garten von Berlin; kuratierte für den Verband Botanischer Gärten eine große Wanderausstellung über Forscher, Sammler und Pflanzenjäger und wird in der Folge als Experte zitiert.

Alle Auftritte von Nils Köster

KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.