Radiowissen – BR
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So ein Depp! Schimpfen, Fluchen und Verwünschen

8. Juni 2026 · 23 Min.

Schimpfen, Fluchen und Verwünschen sind universelle und kulturabhängige Sprechakte, die verletzen können, gleichzeitig aber Stress abbauen, Gemeinschaft stiften und als legitimes Emotionsventil dienen.

Die Folge erklärt, dass Schimpfen und Fluchen weltweit verbreitet und historisch tief verwurzelt sind. Es werden historische Beispiele, sprachwissenschaftliche Befunde und psychologische Experimente vorgestellt, die Funktionen wie Dampfablassen, Schmerzreduktion, Erinnerungswirkung und soziale Bindung belegen. Kulturelle, alters- und geschlechtsbezogene Unterschiede werden diskutiert sowie der Umgang mit besonders verletzenden Begriffen. Das Fazit betont: Schimpfen ist menschlich, lässt sich kaum gänzlich verbieten und kann konstruktiv eingesetzt werden.

Themen & Erkenntnisse

Einführung und historische Perspektiven · ab 00:21
Funktionen, Effekte und psychologische Befunde · ab 09:20
Kulturelle, demografische Unterschiede und Umgangsempfehlungen · ab 13:17

Wer spricht

S
Silke WolfrumHOST

Moderatorin und Autorin der Radio‑Wissen‑Folge; führt durch die Episode, stellt historische Beispiele, Studien und Expert:innen vor und fasst Ergebnisse zusammen.

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D
Dr. Rolf Bernhard EssigGAST

Rolf Bernhard Essig ist promovierter Literaturwissenschaftler aus Bamberg, der seit Jahrzehnten Sprichwörter erforscht; im Transcript heißt es, er hat bereits 14 Bücher zu Sprichwörtern und Redewendungen veröffentlicht und erklärt Herkunft und kulturgeschichtliche Bedeutung vieler Redensarten.

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O
Oksana HavrilivGAST

Ukrainische Sprachwissenschaftlerin an der Universität Wien; forscht zu Fluch‑ und Schimpfwörtern und Autorin des im Beitrag genannten Buches über Schimpfen, Fluchen und Verwünschen.

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