
BigTech vor Gericht – Rechtsbelehrung 149
21. Juli 2026 · 1 Std. 30 Min.
Gegen Big Tech vorzugehen ist grundsätzlich möglich, aber ein langwieriger, teurer Prozess, der sich wirtschaftlich meist nur für geschädigte Unternehmen lohnt – während Privatpersonen mittelbar durch strategische Verfahren profitieren.
Die Folge behandelt die praktische Rechtsdurchsetzung gegen große Technologiekonzerne wie Google, Meta und Amazon. Hauptgast ist der Kartellrechtler Dr. Christopher Unseld, der erläutert, welche Missbrauchsformen marktbeherrschender Unternehmen gerichtlich zu fassen sind – von Kontosperrungen bis zu schleichender Leistungsverschlechterung (Enshittification). Die Hosts und der Gast diskutieren die Hürden: hohe Kosten, lange Verfahrensdauern, strategische Vergleiche, fehlender Rechtsschutz für Einzelne und die begrenzte Wirkung neuer EU-Gesetze wie des Digital Markets Act.
Zahlen & Fakten
10 Prozent
Obergrenze für Prozessfinanzierung bei Abhilfeklagen in Deutschland; marktüblich sind 30 Prozent
4 Wochen
Ungefähre Frist, um Eilbedürftigkeit für Rechtschutzverfahren zu demonstrieren – ist nicht gesetzlich, wird aber von Gerichten als Richtschnur herangezogen
ca. 300.000
Zahl der Verbraucher, die sich in einer Abhilfeklage gegen Amazon Prime Video wegen ungenehmigter Werbung anmeldeten – trotzdem nur etwa 1 Prozent aller deutschen Amazon-Prime-Kunden
Weitere 1 Zahl & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
fünf bis sechs Ziffern
Typische Kosten für Kartellrechtsverfahren gegen Big Tech, oft im höheren fünfstelligen oder sechsstelligen Bereich
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• RechtLG München I, Urteil vom 28.05.2026, 26 O 869/26 – Google haftet für falsche KI-Übersichten
Alle Quellen findest du in der vollständigen FolgeKIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.