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#131 AgNes: aktueller Stand, H2-Lieferung für Slacos, Kritik an Grüngasquote, gleichzeitige Nutzung von SPK und ISP

12. Juni 2026 · 18 Min.

Die Bundesnetzagentur führt mit Agnes ein reformiertes Netzentgeltsystem ein, das Erzeuger und Speicher erstmals an den Netzkosten beteiligt und über Kapazitätspreise Anreize für netzdienliches Verhalten schafft.

Die Folge befasst sich mit aktuellen Entwicklungen in der Energiewirtschaft und Klimapolitik. Im Fokus steht der Agnes-Prozess der Bundesnetzagentur, der ein umfassendes Redesign der Netzentgeltstrukturen vorsieht. Daneben werden Wasserstoffprojekte, Widerstände gegen das Gebäudemodellisierungsgesetz und energiepolitische Reformvorschläge diskutiert. Die Hosts bieten einen praktischen Überblick über die Auswirkungen dieser Entwicklungen auf verschiedene Marktakteure.

Zahlen & Fakten

200–350 %

Höhe des Arbeitspreis 2 im Agnes-Kapazitätsmodell im Vergleich zum normalen Arbeitspreis

10 %

Mindestanteil der Jahreshöchstlast, der als Kapazität gebucht werden muss

20–40 %

Angestrebte Harmonisierungsspanne für Grundpreise normaler Endverbraucher in der Niederspannung

Weitere 15 Zahlen & Fakten anzeigen

70–90 %

Aufschlag auf den Grundpreis für Prosumer (Haushalte mit PV-Anlage)

90 %

Anteil erneuerbarer Stromerzeugung in der Nord-Deutsch-Dänischen Preiszone, das EU-Kriterium erfüllend

96 Euro pro Megawattstunde

Strompreis für nächstes Jahr, Anstieg von 92 Euro in der vorherigen Berichtswoche

40 Euro pro Megawattstunde

Gaspreis, stabil und leicht gestiegen

80 Euro pro Tonne

CO2-Preis, angestiegen von 78 Euro

4–7 Euro pro Kilowatt

Kapazitätspreis für neue Einspeiseanlagen (Erzeuger) im Agnes-Modell

20 Jahre

Bestandsschutz für Erzeugungsanlagen bis 4.8.2029 und für Speicher im Agnes-System

30.000 Tonnen

Perspektivisches jährliches Liefervolumen im H2-Großvertrag zwischen EWE und Salzgitter

7 Jahre

Laufzeit des Wasserstoffvertrags zwischen EWE und Salzgitter

3–5 Euro pro Kilogramm

Potenzieller Produktionspreis für grünen Wasserstoff in einer Nord-Deutsch-Dänischen Preiszone nach Fraunhofer-Studie

8.000 Vollaststunden

Geschätzte jährliche Betriebsstunden von Elektrolyseuren in der Nord-Deutsch-Dänischen Preiszone

8–10 Euro pro Kilogramm

Realistische aktuelle Kosten für grünen Wasserstoff in Deutschland

1–2,5 Euro pro Kilogramm

Produktionspreis für grauen Wasserstoff

1 Milliarde Euro

Zusätzliches Budget, das Ministerin Reiche für die gleichzeitige Nutzung von Strompreiskompensation und Industriestrompreis benötigt

2026

Ende des befristeten europäischen Beihilferahmens für Wirtschaftszweige, die von der Nahostkrise betroffen sind

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Marktpreise und Agnes-Reform: Grundkonzepte · ab 01:08: Strompreise steigen leicht; Bundesnetzagentur stellt Agnes-Reformdetails vor mit neuem Kapazitätsprei-Modell für Verbraucher oberhalb Niederspannung.
Agnes-Reform: Erzeuger, Speicher und Niederspannungsbereich · ab 06:03: Neue Netzentgeltsystematik beteiligt Erzeuger und Speicher mit 20 Jahren Bestandsschutz; Prosumer zahlen höhere Grundpreise, dynamische Tarife optional.
Wasserstoff, Gebäudegesetz und Strompreiszonen · ab 09:23: Wasserstoffrat reformiert; EWE liefert H2 für Salzgitter; breite Kritik an Gebäudemodellisierungsgesetz; IHK schlägt Nord-Dänische Preiszone vor.
Beihilferecht und Industriestrompreis · ab 15:40: EU lockert befristet Beihilferecht bis Ende 2026; Ministerin Reiche will Strompreiskompensation und Industriestrompreis zusammenlegen, benötigt dafür eine Milliarde Euro.

Quellen

StudieFraunhofer-Studie zur grünen Wasserstoffproduktion in einer Nord-Deutsch-Dänischen Strompreiszone

RechtBundesrat-Wirtschaftsausschuss: Stellungnahme zum Gebäudemodellisierungsgesetz

RechtEU-Kommission: Beihilferechtliche Genehmigung des spanischen Kapazitätsmarkts

Weitere 1 Quelle anzeigen

Bundesnetzagentur: Agnes-Workshop-Präsentation vom 27.05.2026

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

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Philipp HenchHOST

Co-Host des Podcasts Redispatch. Arbeitet als Wissenschaftler und Berater in der Energiewende. Bringt Expertise in Energiemarktmechanismen, deutsche Klimapolitik und Förderprogramme ein. Diskutiert kontinuierlich Veränderungen in Energiewirtschaft und Dekarbonisierung.

Alle Auftritte von Philipp Hench

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