Künstliche Intelligenz verändert den Journalismus grundlegend: Sie erleichtert Arbeitsprozesse und spart Kosten, bedroht zugleich Transparenz, Qualitätskontrolle und die Kontrollfunktion der Presse.
Die Folge analysiert, wie KI-Tools in Schweizer Medienhäusern rasch Einzug halten und sowohl Chancen als auch Risiken mit sich bringen. Medienkonzerne nutzen KI, um Arbeitsabläufe zu automatisieren und Kosten zu senken, etwa bei Korrektoraten oder bei der Produktion von Textvarianten für verschiedene Titel. Gleichzeitig wächst die Sorge, dass Lesende nicht erfahren, wie viel KI hinter Inhalten steckt, und dass weniger Journalistinnen die nötige Erfahrung für sorgfältige Kontrolle besitzen. Die Kombination aus Spardruck, Automatisierung und mangelnder Kennzeichnung könnte die Attraktivität des Berufs beeinträchtigen und die Rolle des Journalismus als vierte Gewalt schwächen.
Zahlen & Fakten
84%
Anteil der Befragten in der FöG-Studie (Universität Zürich), die erwarten, dass Redaktionen KI-Einsatz ausweisen
93%
Anteil der Befragten in der FöG-Studie, die verlangen, dass Journalistinnen KI-generierte Informationen sorgfältig prüfen
22–33%
Anteil der ZHAW-Absolventinnen, die sich seit 2018 für den Schwerpunkt Journalismus entscheiden
Weitere 9 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
108
Anzahl Journalistinnen, die 2025 aus dem Beruf ausgestiegen sind
90–110
Jährliche Zahl der Aussteigerinnen seit 2021
150.000 Franken
Jährliche Einsparung durch den Wegfall externer Sprecherinnen zugunsten synthetischer Stimmen
30
Ungefähr von Tamedia eingesetzte KI-Tools zur Themenfindung, Recherche und Textoptimierung
80
Anzahl Regionalportale, die Ippen Media betreibt
25
Anzahl Stellenabbau, den Tamedia Ende Januar vermeldete (fusionierte publizistische Bereiche)
35
Anzahl Diplomabschlüsse am MAZ in diesem Jahr
17
Anzahl Anmeldungen am MAZ im Vorjahr
50–60
Frühere Spitzenzahl der MAZ-Anmeldungen in besseren Jahren
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• StudieForschungszentrum Öffentlichkeit und Gesellschaft (FöG), Universität Zürich (Umfrage 2024 zu Erwartungen an Kennzeichnung und Prüfung von KI-Unterstützung)
• RechtEU AI Act (2024), Artikel 50 zur Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten bei menschlicher Überprüfung
• Schweizer Presserat (KI-Leitfaden, Empfehlung zur Kennzeichnung von mithilfe von KI erstellten Inhalten)
Alle Quellen findest du in der vollständigen FolgeWer spricht
AAdrien FichterHOST
Textjournalist bei der Republik; spricht kurz im Beitrag und beschreibt die Arbeit der Redaktion und das werbefreie Angebot der Plattform.
Alle Auftritte von Adrien Fichter →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
