
«Seit der Frauen-EM wissen alle Clubs: Mit so einer Scheisse kommt keiner mehr davon»
15. Juli 2026 · 27 Min.
Die Frauen-EM hat Aufmerksamkeit und Publikum für den Schweizer Frauenfußball gebracht, ändert aber nicht grundlegend die strukturellen Probleme wie begrenzte Infrastruktur, ungleiche Ressourcenverteilung, niedrige Löhne und mangelnde Führungsunterstützung in den Vereinen.
Angelika Hardecker berichtet aus Garderoben schweizerischer Fussballclubs: Zwar hat die EM Sichtbarkeit und Zuschauerzahlen gesteigert und das Bewusstsein für Themen wie Prävention von Kreuzbandrissen erhöht, doch viele Vereine zeigen wenig echten Willen zur Umverteilung von Ressourcen. Probleme bleiben: fehlende Trainingszeiten, mangelhafte medizinische Betreuung, stagnierende Lizenzzahlen und geringe Bezahlung für Spielerinnen. Die Folge ist: Sichtbarkeit ja, strukturelle Gleichstellung noch nicht.
Zahlen & Fakten
40.000 → 80.000 (bis 2027)
Ziel des Schweizerischen Fussballverbands, die Zahl der fußballspielenden Mädchen zu verdoppeln.
5×
Kreuzbandrisse treten bei Frauen etwa fünfmal häufiger auf als bei Männern.
500–1.350 Franken/Monat
Monatslöhne, die einige Spielerinnen in Super-League-Clubs erhalten.
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10.000 Franken/Monat
Geschätzter höchster Lohn einer Spielerin in der Schweiz (Ausnahme).
15.000 Franken/Jahr
Beispiel für Jahresverdienst eines Trainers in der dritten Männerliga, der im Beitrag genannt wird.
200–400
Geschätzter Zuwachs an Zuschauern pro Spiel in vielen Frauenliga-Partien seit der EM.
1:90
Ungefähres Verhältnis: eine Spielerin mit hohem Lohn vs. rund 90 Spielerinnen, die kaum verdienen.
Themen & Erkenntnisse
Wer spricht
AAdrien FichterHOST
Textjournalist bei der Republik; spricht kurz im Beitrag und beschreibt die Arbeit der Redaktion und das werbefreie Angebot der Plattform.
Alle Auftritte von Adrien Fichter →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.