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The BlackBerry Problem | The Mistakes Series

14. Mai 2026 · 33 Min.

Die größte Tragödie im Untergang von BlackBerry war nicht eine strategische Fehlkalkulation, sondern Jim Balsillies Unfähigkeit, seine brillante Idee durch persönliche Überzeugungsarbeit und Vertrauensaufbau dem Board nahezubringen.

Jim Balsillie, ehemaliger Co-CEO von Research in Motion (RIM), hatte auf dem Höhepunkt von BlackBerrys Erfolgs eine radikale Idee: Die Firma sollte sich vom Hardware-Geschäft abwenden und stattdessen BlackBerry Messenger (BBM) als dominante Messaging-Plattform für alle Smartphones entwickeln. Das wäre damals Whatsapp oder Facebook Messenger gleichgekommen. Der Board lehnte diese Strategie ab und verwarf das Projekt SMS 2.0 kurz vor dem Launch. Balsillie unterestimierte, dass intellektuelle Brillanz allein nicht ausreicht, um ein Board zu überzeugen – es braucht persönliche Beziehungen, Vertrauen und intensive Kommunikation. Diese fehlende „weiche" Überzeugungsarbeit führte letztlich zum Niedergang des Unternehmens.

Zahlen & Fakten

80 Millionen

Nutzer von BlackBerry Messenger (BBM) zu Beginn 2011/2012

3 Milliarden Dollar

RIM-Umsatz im Jahr 2007, kurz nach Apples iPhone-Launch

20 Milliarden Dollar

RIM-Umsatz wenige Jahre später, auf dem Höhepunkt des Wachstums

Weitere 5 Zahlen & Fakten anzeigen

14 Millionen

Bevölkerung der Region Südontario, eine Region mit nur einem NHL-Franchise (Toronto Maple Leafs)

80 Millionen

Anzahl der BlackBerry Messenger (BBM) Nutzer zu Beginn 2011

20 Milliarden Dollar

Jahresumsatz von RIM 2011, Jahr fünf der kontinuierlichen jährlichen Wachstumssteigerung seit 2007

3–20 Milliarden Dollar

RIM-Umsatzwachstum von 2007 bis 2011 (3 → 6 → 11 → 15 → 20 Milliarden)

20 Jahre

Dauer, für die Balsillie die strategischen Entscheidungen bei RIM geprägt und das Vertrauen des Boards genossen hatte, bevor SMS 2.0 abgelehnt wurde

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Jim Balsillie: Der Mathematiker-Geist und sein Aufstieg in der Tech-Industrie · ab 00:00: Jim Balsillie ist ein mathematisches Genie mit außergewöhnlichen Problemlösungsfähigkeiten, das RIM zur Milliardenunternehmung machte, aber soziale Anpassung nie meistern lernte.
Die Vision: BlackBerry Messenger als Backbone der globalen Kommunikation · ab 07:10:00: Balsillie plante, BBM von einem BlackBerry-exklusiven Dienst in einen universellen Kommunikationsbackbone umzuwandeln – eine Strategie, die sich als visionary erwies.
Die fatale Blindheit gegenüber sozialer Überzeugung und Leadership · ab 14:01:00: Balsillie unterschätzte die Bedeutung von Beziehungsaufbau und persönlicher Überzeugung; er dachte, die Qualität der Idee würde reichen.

Quellen

BuchFrom Mistakes to Meaning (Buch von Michael Linton und Josh Steiner)

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

J
Jim BalsillieGAST

Ehemaliger Co-CEO von Research in Motion (RIM) und Mitbegründer des BlackBerry-Imperiums; strategischer Denker, der die Transformation des Unternehmens von Hardware zu Messaging-Services antreiben wollte.

Alle Auftritte von Jim Balsillie
M
Malcolm GladwellHOST

Journalist und Autor, der in den 1980er Jahren als Bureau Chief der Washington Post in New York tätig war. Er berichtet von seiner Ankunft in New York während einer Zeit, in der die Stadt als "Hölle" galt und kaum jemand dorthin ziehen wollte. Gladwell war einer der wenigen Bewerber für die Stelle und erzählt von der damaligen Wahrnehmung der Stadt als unerwünschter Posten.

Alle Auftritte von Malcolm Gladwell

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