Die AfD in Sachsen‑Anhalt verfolgt einen Anspruch, über klassische Landespolitik hinaus Geschichts‑ und Kulturpolitik neu zu gestalten und damit eine Vorreiterrolle für ganz Deutschland zu beanspruchen.
Die Historikerin Katja Heuer analysiert, warum ein AfD‑Sieg in Sachsen‑Anhalt nicht nur regional, sondern historisch und politisch bedeutsam wäre: Die Partei strebt eine Neuausrichtung von Bildung, Museen und Kulturpolitik an und möchte historische Narrative (vor allem 19. Jahrhundert/Reichsgründung) in den Mittelpunkt rücken. Heuer beschreibt, wie AfD‑Strategien mit ostdeutscher Identität, Nostalgie und Frustration über fehlende Perspektiven zusammenfallen. Sie warnt vor langfristigen Effekten, etwa durch Personalwechsel in Verwaltungen und eine bewusste Institutionalisierung neuer Geschichtsdeutungen.
Zahlen & Fakten
10 %
Geschätzter Anteil eines beständigen, sehr rechten Kernwählers im Osten
6. September
Wahltag in Sachsen‑Anhalt (möglicher AfD‑Erfolg)
1871
Jahr der Reichsgründung, die das AfD‑Programm stärker hervorheben will
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• BuchDiesseits der Mauer (Buch von Katja Heuer)
• BuchWeimar (Buch von Katja Heuer)
Alle Quellen findest du in der vollständigen FolgeWer spricht
KKatja HeuerGAST
Katja Heuer, Historikerin am King's College London und Autorin der Bücher 'Diesseits der Mauer' (zur DDR) und 'Weimar'. Im Gespräch analysiert sie die AfD‑Strategien, ostdeutsche Identität und die möglichen Folgen einer Umgestaltung von Bildungs‑ und Kulturpolitik in Sachsen‑Anhalt.
Alle Auftritte von Katja Heuer →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
