Russlands hybride Angriffe — sichtbar am Fund einer mit Sprengstoff bestückten Drohne in Leipzig — verschieben die Grenze zwischen Krieg und Frieden, erschweren eindeutige Schuldzuweisungen und werden begleitet von einer verstärkten außenpolitischen Zusammenarbeit Moskaus mit China, Iran und Nordkorea.
Paul Ronzheimer diskutiert mit Hannah Notte den mutmaßlichen Sabotagefall am Flughafen Leipzig/Halle und ordnet ihn in die länger laufende russische hybride Kampagne gegen Europa ein. Notte erläutert, wie schwer Staatshaftung in solchen Fällen zu beweisen ist und welche politischen Dilemmata Artikel-4-Konsultationen und mögliche Reaktionen mit sich bringen. Sie skizziert zudem Putins Außenstrategie: global geschwächt, aber taktisch beharrlich, mit wachsender Abhängigkeit von China sowie engerer Kooperation mit Iran und Nordkorea.
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HHannah NotteGAST
Hannah Notte ist Expertin für russische Außen‑ und Sicherheitspolitik sowie für Russlands Beziehungen zum Nahen Osten. Sie leitet das Eurasian‑Programm am James Martin Center und ist Senior Associate beim Center for Strategic and International Studies; sie forscht öffentlich zu Putins Außenstrategie und den Beziehungen zu China, Iran und Nordkorea.
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