
Steuern, Arbeit, Gehalt: Was sich jetzt für alle ändert. Mit Martin Greive
3. Juli 2026 · 44 Min.
Paul Ronzheimer und Martin Greive erklären, dass das Koalitionspaket zwar einige Arbeitsmarkt- und Bürokratieerleichterungen enthält, die Steuerreform aber insgesamt enttäuschend ausfällt und vor allem Familien entlastet, während das Wachstum damit kaum anzukurbeln ist.
Paul Ronzheimer spricht mit Martin Greive (Handelsblatt) über das 34‑Punkte-Paket der schwarz‑roten Koalition. Greive bewertet die Steuerreform als Mogelpackung: Entlastungen sind begrenzt und treffen vorrangig Familien, während kalte Progression nicht vollständig ausgeglichen wird. Zugleich wurden Lockerungen beim Kündigungsschutz, längere sachgrundlose Befristungen und das Aus der telefonischen Krankschreibung beschlossen. Bürokratieabbau wird angegangen, doch Greive bleibt skeptisch, ob das Paket substantielles Wachstum bringt.
Zahlen & Fakten
13.000 €
Vorgeschlagener neuer Grundfreibetrag (Anhebung von derzeit etwa 12.300–12.400 €).
10 Milliarden Euro
Geschätztes jährliches Entlastungsvolumen der Steuerreform.
28 Milliarden Euro; 17 Milliarden Euro; 30 Milliarden Euro
Frühere Vorschläge/Varianten für ein größeres Entlastungsvolumen im Vorfeld der Verhandlungen.
Weitere 6 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
≈168–170 €
Beispielrechnung: Single mit 50.000 € Jahresgehalt spart nur rund diesen Betrag jährlich.
≈640 €
Angabe für Entlastung einer Familie mit zwei Verdienern und zwei Kindern (Beispielwert in Regierungsrechnung).
45 % → 47 %
Aktueller Reichensteuersatz 45 %; neu zusätzlich 47 % für Jahresgehälter über etwa 280.000 € (45 % fällig ab ca. 250.000 €).
177.000 €
Einkommensgrenze, ab der Verzicht auf Kündigungsschutz/Prämienmodell für sehr Gutverdienende möglich sein soll.
77.000 € → 80.000 € (in Diskussion)
Diskutierte Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze in der Pflegeversicherung; technische Debatte im Paket.
48 Monate; bis zu sechsmal verlängert
Maximale Dauer und Verlängerungsmöglichkeit sachgrundloser Befristungen für bis Ende 2030 eingestellte Arbeitnehmer.
Rubriken
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• StudieInstitut der deutschen Wirtschaft – Einschätzung zur Last der Reichensteuererhöhung zugunsten der Unternehmen
• StudieUmfrage/Erhebung der Deutschen Industrie- und Handelskammer – Bürokratie als bedeutendster Standortnachteil
Alle Quellen findest du in der vollständigen FolgeWer spricht
MMartin GreiveGAST
Politik-Chefreporter beim Handelsblatt, spezialisiert auf Finanz- und Wirtschaftspolitik; analysiert Steuer-, Arbeits- und Wirtschaftsfragen im Gespräch.
Alle Auftritte von Martin Greive →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
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