RONZHEIMER.
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ZEITREISE: Wie Putins Reich schon einmal zerfiel. Mit Claudia Weber

1. August 2026 · 1 Std. 14 Min.

Die von der Führung eingeleiteten Öffnungs- und Reformprozesse entfesselten Dynamiken, die 1991 zum Zerfall der Sowjetunion führten und bis heute Europa und Russlands Verhältnis prägen.

In diesem Gespräch erklärt die Historikerin Claudia Weber, wie Glasnost und Perestroika zwar Modernisierung bringen sollten, aber unbeabsichtigt Legitimationskrisen, nationale Unabhängigkeitsbewegungen und politische Friktionen auslösten. Es geht um die inneren Gründe des Zerfalls, den gescheiterten Versuch, das Kernreich zu retten, sowie um westliche Reaktionen und rechtliche Fragen (z. B. Budapester Memorandum). Abschließend zieht Weber Lehren für die Gegenwart und für Demokratien in Transformationsphasen.

Rubriken

Themen & Erkenntnisse

Einstieg, persönliche Erinnerung und Wahrnehmung der Glasnost-Zeit · ab 00:00
Motivation und Grenzen von Gorbatschows Reformen (Glasnost & Perestroika) · ab 15:02
Akteure des Zerfalls: Republiken, Eliten und der gescheiterte Erhalt des Kernreichs · ab 26:04
Westliche Reaktionen, rechtliche Zusicherungen und Lehren für die Gegenwart · ab 52:15

Wer spricht

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Philipp PiertowHOST

Philipp Piertow, Journalist und Kollege von Paul Ronzheimer. In der Folge führt er durch die Debatte, kommentiert das Sommerinterview und moderiert die Analyse der Parteienreaktionen sowie der Lage in Kiew.

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Claudia WeberGAST

Claudia Weber, Professorin für Europäische Zeitgeschichte an der Europa‑Universität Viadrina in Frankfurt. Sie ist ausgewiesene Expertin für Osteuropäische Geschichte, hat die späten DDR‑ und Perestroika‑Jahre als Zeitzeugin erlebt und forscht zu Systemwandel, Erinnerung und Geschichtspolitik.

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